Grenze Russland / Mongolei |
| Km | Ort | Logbuch | Bilder | ||||
| Kjahta |
Es erweist sich als problematisch, hier die Grenze als Ausländer überqueren zu wollen. Aber ausweglos ist es wohl nicht und die ersten Ausländer müssen wir wohl auch nicht sein. Es beginnt die Phase des Beratschlagens und der Suche nach einem Lösungsweg. Dabei ist der russische Grenzstellenleiter sehr behilflich. Er schlägt folgendes verfahren vor: Das Fahrzeug wird von mir durch den russischen Zoll gebracht, dann fährt ein mongolischer Fahrer das Fahrzeug über die Grenze und stellt es beim mongolischen Zoll ab. Da der einzige Übergang für Ausländer der Bahnübergang Moskau - Peking ist, sollen wir mit dem Taxi zum 30 Km entfernten Bahnhof fahren, dort den Zug nehmen. Eine Station mit der Bahn fahren und die Grenze passieren, dann mit einem Taxi wieder zur mongolischen Grenze Zurückfahren und dort das Fahrzeug in Empfang nehmen. Vom Zeitablauf sollte alles innerhalb weniger Stunden geschehen. |
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Dieser Vorschlag stellt natürlich ein erhebliches Risiko dar. Was ist wenn... man kann sich gut überlegen, welche Gedanken da einem durch den Kopf gehen. Nach den Ausführungen des Beamtens, klingt alles ganz einfach. Ich entschließe mich, nachdem ich nun so viele Kilometer gefahren bin, das Risiko einzugehen. Also wird das Fahrzeug durch den russischen Zoll gebracht. Dabei ist der Kommandeur behilflich und es geht alles sehr schnell und ohne große Probleme. Selbst die ca. 1500 ltr. Diesel werden nicht beanstandet. Wobei das Auto sehr genau kontrolliert wird. So muss ich auch auf eine Grube fahren, damit das Auto auch von unten inspiziert werden kann. Ich muss noch eine Gebühr von 100 Rubel bezahlen, bekomme aber eine imposante Quittung dafür, erkläre dem mongolischem Fahrer kurz die wichtigsten Dinge am Fahrzeug, dann übernimmt er es und fährt die 500 mtr. bis zur mongolischen Grenze. Ich bekomme das Versprechen, dass alles gut geht und der Grenzstellenchef ist uns behilflich, ein Taxi zu finden und er weist den Fahrer an, uns bei der Fahrkartenbeschaffung zu helfen. |
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| Nauschki |
Grenzstation an der Eisenbahnstrecke Moskau - Peking. Die Taxifahrt geht zügig voran und wir erreichen den Bahnhof noch rechtzeitig. Der Zug soll um 18:20 Uhr abfahren. Die Fahrkarten sind schnell besorgt, der Wagon steht schon am Bahnsteig und sogar die Passabfertigung hat schon begonnen. Jetzt heißt es abwarten. Gegen 18:20 geschieht natürlich nichts. Der Lok aus der Mongolei kommt erst gegen 20:00. Insgesamt ist die Passkontrolle sowohl auf russischer, als auch auf mongolischer Seite recht aufwendig. Gegen 20:30 Uhr setzt sich der Zug (Lok und ein Wagon) in Richtung Mongolei in Bewegung. |
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| Sühbaatar |
Mongolischer Grenzort. Nachdem der Zug hält, kann man noch nicht aussteigen. Erst noch die umständliche und aufwendige Kontrolle der Pässe und Personen, dann kann man den Zug verlassen. Es empfängt uns ein mongolischer Sandsturm, der die Situation noch trister macht. Beim Geldwechsler wird etwas mongolisches Geld besorg, dieser hilft uns auch einen Fahrer zu finden, der uns nach Altanbulag bringt, jedoch für einen höheren Fahrpreis, als üblich. |
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| Altanbulag |
Es ist jetzt schon 22:00Uhr und dunkel. Die Grenze ist verschlossen. Aber es gibt genug Löcher im Zaun, so das man den Zollplatz auch so betreten kann. Die bange Frage stellt sich, wo ist das Fahrzeug. Ich finde es wohlbehalten auf einem gesondertem Platz, vor einem Wach- oder Bürogebäude. Ich muss ehrlich sagen, dass ich in diesem Moment sehr erleichtert bin. Auch fehlt bis auf einem Aufkleber nichts an dem Auto. Am nächstem Morgen kommt der mongolische Kommandeur und fordert natürlich einiges an Geld, für die Sonderbehandlung des Fahrzeuges. Hier habe ich mich leider etwas über das Ohr hauen lassen, aber angesichts des Fahrzeugwertes ist der gefordert Preis noch akzeptabel. Dafür ist er auch bei der Abfertigung behilflich und es geht alles sehr schnell und zügig. Insgesamt hat es sich gelohnt, das Risiko einzugehen. |
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| Kosten: |
Sollte man bereit sein, sich auf das Risiko einzulassen, muss man noch einiges an Kleingeld parat haben, da es keine Bank an der russischen Grenzstation gibt. Deshalb hier die Aufstellung der offiziellen Gebühren. Inoffizielle Gebühren werden in $US oder DM bezahlt. |
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| Aufstellung der neusten Kosten, s.h Mongolei 2000 | |||||||
| Bakschisch für mongl. Kommandeur | frei auszuhandeln (es werden schon einige Dollar) | ||||||
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