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M 53

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5616 0 Novosibirsk

Die Ausfahrt aus dieser Stadt in Richtung Irkutsk zu finden, bereitet mir einige Probleme. Ich verfahre mich öfter, aber irgendwie klappt es dann doch. Kurz vor der Stadtgrenze ist eine recht moderne Tankstelle. Ich entschließe mich, alle Tanks und Kanister voll zu tanken, sehr zur Freude des Tankstellenpersonals, da man trotz der Modernität auch hier erst bezahlen muss und dann tanken kann. Also schätze ich den Bedarf ab, verschätzte mich natürlich und so muss ich öfter "Nach bezahlen". Es ist als ob die Sümpfe zwischen Omsk und Novosibirsk Russland in einen europäischen und asiatischen Teil trennen. Plötzlich herrscht wieder leben auf der Straße. Waren werden am Wegrand angeboten, der Verkehr hat erheblich zugenommen und die Landschaft ist endlich so, wie man sich Sibirien vorstellt; endlose Wälder.

205 Kremerovo

Fürchterlich verfallende und heruntergekommene Industriestadt. Die Ortsdurchfahrt ist nicht einfach und auch nicht gut beschildert. Das trifft jetzt für fasst alle Städte zu. Die gesamte M 53 verbindet die Industrie und Bergbaustädte in Sibirien. Alle Städte machen auf mich einen sehr stark verfallenden Eindruck.

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Einige kleinere Seen am Rande der Straße. Obwohl man hier in Sibirien ist, findet man doch nicht so viele Flüsse, wie ich es mir vorgestellt habe. Da die Temperaturen am Tage jetzt bis auf 33ºC ansteigen, ist man für eine Abkühlung dankbar.

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Noch einmal einige kleine Seen.

6516 Krasnojarsk

Erreiche die Stadt am Morgen. Es ist unglaublich diesig durch die Industrie. Das andere Ufer und die dahinter liegenden Berge kann man kaum erkennen. Überall qualmt es. Umweltschutz, kennt man hier nicht. Die Stadt ist ein wichtiges Industriezentrum. Ich fahre ins Zentrum. Dabei öffnet sich ein Ersatzkanister auf dem Dach, so das das gesamte Auto mit Diesel vollgeschmiert wird. Früh am Morgen ist noch keine Polizei auf den Straßen zu sehen, so das sich mit dem Auto ungehindert voran komme.

Krasnojarsk im smog

Durch einen Zufall, entdecke ich ein Internetcafe. Dort ist man sehr um mich bemüht und es gelingt mir die Seiten auf meiner Homepage zu aktualisieren und einige e-mails zu schreiben. Ist schon erstaunlich, dieses Medium. Obwohl über 6000 Km von Zuhause entfernt, habe ich doch ungehinderten Zugang zu den Informationen und Daten.

Internetcaffee in Krasnojarsk

Die Strecke wird jetzt doch ganz schön einsam. Es gibt kaum noch Autoverkehr. Ansonsten kann man nichts neues und aufregendes Berichten. Man fährt teilweise immer neben der Transsib her. Auf einigen Teilstücken muss man noch die alte Schotterpiste benutzten, die sehr ausgefahren ist. Einige Teilstücke sind allerdings auch schon sehr schön ausgebaut worden. Man passiert immer wieder einige große Bergbaugebiete. Das muss man einfach einmal gesehen haben, was hier für ein Raubbau an der Natur getrieben wurde. Es stellt sich die Frage, was macht das Land, wenn nichts mehr zum Abbau da ist?

7662 1886 Irkutsk

Erreiche nach langer und teilweise eintöniger Fahrt Irkutsk. Der Stadtkern ist angenehm klein und überschaubar. Man merkt deutlich, dass man in Sibirien ist. Es geht alles etwas einfacher und rustikaler zu. Da Samstag ist, kann ich nicht viel erledigen. Auch möchte ich mich beim Mongolischen Konsulat über evtl. Probleme beim Grenzübertritt erkundigen. Ich besichtige etwas die Stadt und suche mir einen Standplatz am Angara, dem Abfluss vom Baikalsee. Ich beschließe, einen Ausflug an den nur 80 Km gelegenen Baikalsee zu unternehmen

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