Praktische Reisetipps für Russland und ehm. GUS - Staaten

letzte Aktualisierung Stand 20.10.02

Allgemein    Visa   Landkarten   Versorgung  Tanken    Straßen  Behörden   GAI   Mafia  Übernachtungen  Grenzübertritte  Fahrzeuge  Probleme mit dem Auto   Straßenverkehr   Geld   Zoll
Allgemein

Allgemein herrscht bei uns das Vorurteil, dass es gefährlich sein, in Russland und den ehm. GUS - Staaten zu reisen. Ich bin nun schon mehrere Jahre in diesen Ländern unterwegs gewesen und kann dieses Vorurteil nicht bestätigen. Natürlich muss einem klar sein, wenn man in ein Land fährt, dass sich in einem erheblichen Umwandlungsprozess befindet, nicht alles nach den uns gewohnten geordneten Bahnen verläuft, aber gerade das mach ja auch das gewisse Abenteuer aus. Ich habe mit den hier aufgeführten Stichpunkten versucht, einen allgemeinen Überblick über das Reisen in diesen Ländern zu geben, die auf meinen Erfahrungen beruhen. Änderungen sind natürlich immer wieder möglich. Für Ergänzungen bin ich dankbar. Zurück

Visa:

Es ist unbedingt notwendig, bei der Einreise ein Visa für Russland im Pass zu haben. Das Visa erhält man nur in Verbindung mit einer Einladung, oder einer gebuchten Reise. Ich kann hier für individuelle Arrangements nur die Firma "VOSTOK Reisen" Ackerstr. 157 10115 Berlin Tel.: 030 / 30 87 10 22 empfehlen. Meine Erfahrung zeigt, das es keinen Sinn bringt, sich selber beim russischen Konsulat um ein Einreise-/ Transitvisa zu bemühen.

Die Regelung, dass man die anderen ehm. GUS - Staaten mit einem russ, Visa im Transit durchfahren darf, ist seit dem 1.5.00 aufgehoben worden. Jetzt benötigt man für jedes Land ein gesondertes Visum, somit also auch für Weißrussland. In Berlin werden deshalb keine russ. Transitvisa für den Strassenweg ausgestellt. Aus Sicherheitsgründen, habe ich mir aber immer ein normales Touristenvisa für Russland besorgt, wenn ich über Brest eingereist bin.

Es ist oft auch möglich, sich ein Transitvisa von Unterwegs zu besorgen. Hier kommt es immer auf den jeweiligen Konsularbeamten an. Sofern man den Wachmann an der Eingangstür überwunden hat und sein Anliegen plausibel darlegen konnte, erhält man meist auch ein Transitvisa.

Sollte es bei der Ausreise in Brest zu Problemen kommen, befindet sich in Brest ein russisches Konsulat, das gegen entspr. US $ fast jedes Problem lösen kann.  Zurück

Zoll (Fahrzeuge)

Seit dem 1.10.2000 gelten bei der Einfuhr von Fahrzeugen neue Zollvorschriften. Wer mit einem deutlich erkennbaren Wohnmobil einreist, wird keine Problem bekommen. Für alle anderen Fahrzeuge (PKW), die nicht in Deutschland mehr zugelassen sind (Ausfuhrkennzeichen), muss eine Zollkaution in Brest hinterlegt werden. Für Fahrzeuge über 6,5 T wird es richtig kompliziert. Hier muss vorab in Russland die Zollkaution hinterlegt werden. Am besten ist es, wenn man vorher eine Int. Spedition in Deutschland kontaktiert, um die genauen Regeln zu erfahren. Wenn man auf gut Glück an die Grenze fährt, kann es sehr teuer werden und es dauert mind. 12 Tage, bis man alle Unterlagen zusammen hat. (s.h. auch Brest Zollhof). Wenn Zolldokumente erstellt wurden, beträgt die max. Transitdauer 28 Tage (für LKW`s). Wenn man die überschreitet, ohne sich bei einem Zollamt unterwegs gemeldet zu haben, um die Unterlagen zu verlängert, bezahlt man bei der Ausreise eine Strafe und die Kaution wird einbehalten.   

Eines habe ich bis jetzt noch nicht genau klären können. Gelegentlich verlangt die Polizei einen Transportgenehmigung (LKW). Bisher habe ich herausbekommen, dass wenn man mit Ausfuhrkennzeichen nach Russland einreist und das Gesamtgewicht über 6 T ist, keine Transportgenehmigung benötigt. Hat man Fracht dabei, benötigt man eine Transportgenehmigung. Fahrzeuge mit deutschen Kennz., die >6T sind, benötigen auf jeden fall eine Transportgenehmigung. Die Genehmigung bekommt man nicht an der Grenze. Sie kostet ca. 150 $. Die Strafe bei der Ausreise, wenn man ohne Genehmigung durch Russland gefahren ist, beträgt 100$. 
Ist man mit einem PKW unterwegs, was wohl überwiegend der Fall sein wird, ist alles etwas leichter. Am Besten ist es, wenn man mit einem in Deutschland zugelassenen Fahrzeug nach Russland fährt. Dann gibt man bei der Einreise in Brest nur an, dass man nach x Tagen wieder aus Russland rausfährt. Wichtig ist es, dass man an der russ. - weisruss. grenze darauf achtet, dass man eine zeitlich begrenzte Genehmigung für die Einfuhr eines Fahrzeuges Bekommt. Dieses Dokument braucht man auf jedenfall bei der Ausreise.
Probleme mit dem Auto

Was ist wenn.... das Auto kaputt ist, oder man einen Unfall hat. Erstens ich wünsche es niemanden, zweitens habe ich damit leidvolle Erfahrung. Also, bei einem Unfall mit einem anderem Fahrzeug. Grundsätzlich die Polizei holen lassen. Auch wenn es mehrere Stunden dauern sollte. Diese Zeit muss man haben, da der Urlaub so oder so futsch ist. Die Polizei macht dann ein Protokoll und je nachdem, ob man schuld ist, bekommt man eine Strafe. Da man an der Grenze eine Versicherung abgeschlossen hat, deckt diese den Schaden wenn man an dem Unfall schuld ist. Aber die Versicherungspolice genau lesen. Der Schaden ist nur bis 10.000 Rubel gedeckt. Das ist nicht viel. Man sollte sich auf keinen fall in eine Diskussion mit dem Unfallgegner einlassen und irgendwelche spontanen Forderungen erfüllen. Nachdem die Polizeiangelegenheiten geklärt sind, kommt es darauf an, ob man mit dem Fahrzeug noch weiterfahren kann, oder nicht. Fährt es noch, hat man Glück und man kann es irgendwie Außerlandes bringen. Fährt es nicht mehr, wird es wiederum kompliziert. Neben dem auffinden einer Werkstatt, muss man unbedingt das nächste Zollamt informieren. Kann das Auto innerhalb der Frist, die auf der Transportgenehmigung (s. Einreise PKW) vermerkt ist wieder flott gemacht werden, muss man nicht zum Zollamt. Dauert die Reparatur länger, oder muss das Auto verschrottet werden, dann muss man zum nächstem Zollamt fahren und dort die Transportgenehmigung verlängern lassen. Das ist alles sehr kompliziert und zeitaufwendig. Meistens hat man nicht nur das Problem mit dem Auto, sondern auch noch mit dem eigenem Visa, da das meist alles nicht zeitlich zu schaffen ist. Die russischen Zollregeln sind sehr klar und sehen eigentlich nur zwei Varianten vor. Erstens, das Fahrzeug kommt innerhalb der Fristen wieder aus dem Land, oder man muss es verzollen. Mir ist mehrmals versichert worden, dass man diese Verzollung als eine art Kaution zu betrachten hat und man sollte sie wieder an der Ausreisegrenze Zurückerhalten. Das ist nach meinen Erfahrungen falsch. Man bekommt diese Kaution nur an dem Zollort Zurück, wo sie einbezahlt wurde. Das bedeutet, man sollte gleichzeitig ein USD- Bankkonto in dem Ort einrichten, damit man später nicht noch einmal nach Russland fahren muss.  Zurück

Landkarten:

Mittlerweile gibt es auch bei uns und in Moskau sehr gute Landkarten. Vorbei sind die Zeiten, wo man sich mit dem russischem Straßenatlas, der wirklich nur die wichtigsten Straßen aufzeigte begnügen muss. Ich kann hier empfehlen:   Hildebrandt GUS Staaten ; RV Verlag Russland westlicher / östlicher Teil. Beide Karten haben aber keine Kyrillische Beschriftung. Ich habe mir aus diesem Grund in Moskau noch einen russischen Straßenatlas (bekommt man in den Bücherständen in der Innenstadt) besorgt.  Dieser Atlas verzeichnet auch die kleinsten Feldwege. Zurück

Versorgung:

In allen Städten ist die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln, Obst und Gemüse zumindest in den Sommermonaten gut. Man bekommt alle westlichen Artikel und Waren. Auf dem Land wird es etwas problematischer, da hier die Bevölkerung überwiegend sich selbst versorgt. In der Stadt kauft man am besten auf dem Markt ein. Hier sind die Waren am frischesten. Daneben gibt es noch "Produkti Läden". Hier hat man ein nicht so reichhaltiges Angebot. Auf dem Land haben die Bauern meist kleine Stände am Straßenrand, oder an der örtlichen Bushaltestelle, wo Gemüse und Obst angeboten werden.  Zurück

Tanken:

Die Versorgung mit Benzin und Diesel ist, bis zur mongolei kein Problem (Ausnahme; Ukraine und die M 32 in Kasachstan "Aral Magistrale"). Wobei es Benzin mit 76 Oktan und Diesel immer gibt. Üblicherweise bezahlt man erst und tankt dann. Dazu schätzt man die ungefähre Menge ab, geht zum Kassenhäuschen, schiebt durch eine kleine Luke das Geld, sagt wie viel man tanken will und an welcher Zapfsäule. Dann spurtet man zur Zapfsäule, meist muss man dann noch irgend ein Knopf oder Hebel betätigen und los geht´s. Hat man sich verschätzt, läuft das Benzin aus, sofern man nicht gleich einen Ersatzkanister bei der Hand hat, oder der Schlauch löst sich von der Zapfpistole, weil man schnell ein Behälter sucht u.v.m.. Auch passen manchmal bis zu 25 ltr. Benzin in ein 20 ltr. Kanister. Aber es werden in der Zwischenzeit immer mehr moderne Tankstellen gebaut, so das die "normale russische Tankstelle" hoffentlich bald zum Relikt wird. Ich habe schon die merkwürdigsten Dinge beim Tanken erlebt. Folgende Benzinsorten gibt es:

AN 76

Sollte nur zur Not getankt werden. Dann sollte aber die Zündung vorverstellt werden.

AN 92/93

entspricht unserem Normalbenzin ( 9 - 11 Rubel)

AN 95

entspricht unserem Superbenzin ist oft nur in den Städten und an den Magistralen zu bekommen. Ab 12 Rubel

Bleifrei

Bis zur Höhe von Moskau  - Sankt Petersburg, ist die Versorgung normaler weise gesichert. Danach nur noch in den großen Städten, allerdings ohne Garantie, dass es sich wirklich um Bleifrei handelt.

Diesel

Ist landesweit überall zu bekommen, ob an der Tankstelle, auf dem Feld beim Ernteeinsatz, oder aus irgendwelchen Fässern. Kosten 6 - 9 Rubel/L.

Die Qualität des Kraftstoffs hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen (außer Ukraine - hier verursacht selbst Superbenzin erhebliche Probleme). Auch ist der Verschmutzungsgrad gesunken. Ich habe bis jetzt keine Probleme mit verunreinigtem Diesel gehabt, obwohl ich oft an Tankfahrzeugen, die am Straßenrand den Kraftstoff verkauft haben, getankt habe. Die Preise für Kraftstoff unterliegen nur geringen Schwankungen. Richtung Osten wird Benzin und Diesel leicht teurer.  

Schon von weitem kann man erkennen, ob es den gewünschten Kraftstoff an der jeweiligen Tankstelle auch wirklich gibt. Befindet sich die Zapfpistole auf dem Boden, oder ist der Schlauch mit der Zapfpistole um die Zapfsäule gewickelt, so ist der jeweilige Kraftstoff momentan nicht vorhanden. Manchmal ist der Schlauch auch ganz abmontiert.  Zurück

Straßen:

Es gibt die sogenannten Magistralen, die das gesamte Land als Fernverkehrswegnetz durchziehen. Der Zustand dieser Magistralen ist sehr unterschiedlich, je nach Auslastung. Die Magistralen führen nie durch größere Ortschaften. Entlang dieser Magistralen hat sich ein relativ gut funktionierendes Versorgungssystem entwickelt. Es kann sein, dass an diesen Magistralen die Regionalbehörden eine Straßenbenutzungsgebühr erheben. Daneben gibt es noch Hauptstraßen unterschiedlicher Qualität. Manchmal können diese Straßen aber in einem wesentlich besserem Zustand sein als die Magistralen. Insgesamt ist aber das Straßennetz nicht so schlimm wie sein ruf. Man darf nur nicht mit Deutschen Qualitätsmaßstäben heran gehen.   Zurück

Behörden:

Kompliziert und Aufwendig. Als Ausländer hat man meist nur mit der Ausländerpolizei (OVIR), der GAI, oder der Miliz zu tun. In allen Fällen sollte man immer genügend Zeit mit bringen. Auch wenn man immer sehr bürokratisch ist, findet sich doch immer wieder ein Lösungsweg, der den Weg des geringsten Widerstandes geht.      Zurück

GAI

GAI, oder Verkehrspolizei. Mit dieser Polizei wird man auf jeden Fall konfrontiert werden. An allen Ortsausfahrten, sowie den größeren Straßenkreuzungen gibt es Kontrollstellen. Das System, mit dem sie die Fahrzeuge zur Kontrolle herausziehen, ist mir nie klar geworden. Die Kontrollen erstreckten sich meist auf die Kontrolle des Fahrzeug- und Führerscheins. Manchmal werden die Fahrzeug- und Fahrerdaten in ein großes Buch eingetragen. Selten wurde auch mal nach einem kleinem "Präsent" gefragt. Im Westen von Russland, sind die Kontrollen nicht mehr so intensiv. Im Osten und in den ehm. GUS Staaten, sind sie zum Teil noch sehr intensiv. Insgesamt sind die Kontrollen eher lästig.     Zurück

Mafia

Von der "russischen Mafia" hört man in Deutschland jede Menge an schlimmen Berichten. Ich habe allerdings auf meinen Reisen nichts von der Mafia gesehen, gehört, oder erlebt. Vielleicht hatte ich Glück? Ich bin aber auch nicht besonders erpicht auf den Kontakt zur Mafia. Allgemein könnte man sagen, dass Touristen nicht so von besonderem Interesse sind.    Zurück

Übernachten

Hotels:

Hotels oder Gasthäuser sind in allen größeren Städten in ausreichender Anzahl vorhanden. Ich habe aber immer das Preis - Leistungsverhältnis nicht als ausreichend empfunden. In den meisten Hotels kosten die Zimmer ab 30 US$ aufwärts. Es gibt allerdings auch wesentlich preiswertere Gasthäuser. Hier kann man schon ein Bett ab 2 USD bekommen.  Taschkent, konnte ich nur für die Gültigkeitsdauer meines Visums ein Zimmer anmieten.

Camping

Es gibt so gut wie keine offiziellen Campingplätze. Das ist vor allem in den Großstädten etwas problematisch, wenn man mit dem Zelt unterwegs ist. Odessa hat einen Campingplatz etwas außerhalb in Strandnähe.

Im Auto

In fasst allen größeren Orten und an den Hauptrouten, gibt es bewachte Parkplätze. Der Standart ist sehr unterschiedlich, von einfach bis hin zu kleine Freizeitanlagen. Oft mit Dusche und Einkaufsmöglichkeit. Kosten ca. 30 - 50 Rubel.      Zurück

Grenzübertritte

Man muss unterscheiden zwischen Grenzübertritte in die ehm. Sowjetunion und zwischen Grenzübertritten innerhalb der neuen Länder. Von Europa aus ist Brest der wohl am meisten benutzte Übergang (s.h.Brest Zollhof)). Hier haben die Beamten auch eine gewisse Professionalität. Ich habe bis jetzt an dieser Grenze kaum Probleme gehabt. Bei der Ausreiße in Brest, sollte man, wenn sich eine extrem lange Schlange gebildet hat, als Tourist bis an den Schlagbaum fahren. Bei mir wurde es jedes Mal toleriert und ich konnte gleich durchfahren. Wenn man von den neuen Ländern nach Russland einreist, sind die Kontrollen auf russischer Seite meist nicht so streng. Hier empfiehlt es sich möglichst kleine Grenzstationen zu benutzten. Oft wird eine Abfertigungsgebühr fällig. Die Grenzen innerhalb der anderen Staaten sind sehr unterschiedlich. Auch hier ist meine Erfahrung, dass kleine Grenzstationen oftmals unproblematischer sind, als die an den großen Magistralen. Irgendwelche Bestechungsgelder musste ich bis jetzt nicht bezahlen       Zurück

Fahrzeuge

Es ist klar, dass die Straßenverhältnisse in Russland nicht unkompliziert sind. Dennoch würde ich sagen, dass sofern man sich nicht weiter östlicher als bis zur Höhe von Sankt Petersburg - Moskau - Odessa begeben will, mit unseren europäischen Fahrzeugen durchaus gut zurecht kommt. Wenn man sich weiter östlich begeben will, sollte das Fahrzeug etwas robuster sein. Als Faustregel kann man sagen, um so weiter östlicher desto robuster. Allrad muss nicht unbedingt sein, ist aber nützlich, wenn man mal von den befestigten Straßen runtergefahren ist und es hat angefangen zu regnen.   Zurück

Straßenverkehr

Der Straßenverkehr folgt nur mäßig den geltenden Verkehrsvorschriften. Teilweise ist er sehr rücksichtslos. Fußgänger werden grundsätzlich ignoriert. Dennoch gibt es relativ wenig Verkehrsunfälle, da jeder immer mit irgendwelchen verkehrsunsicheren Vehikeln oder sonstigen Dingen rechnet. Die Polizei führt intensive Geschwindigkeitskontrollen durch. Als Ausländer sollte man auf jeden Fall die Verkehrsvorschriften beachten, denn kein Polizist wird sich bei einem Vergehen, die lukrative Devisen Einnahmequelle entgehen lassen. Problematisch ist es mit einem LKW ähnlichen Wohnmobil, oder Motorrad in die Innenstädte zu gelangen, da diese oft für LKW´s und Motorräder gesperrt sind. Ich hatte immer wieder aufwendige Diskussionen zu führen. Ich hatte bis jetzt nicht das Gefühl, dass die Polizei willkürlich Verkehrsvergehen ahndet. Sofern man eine erhobene Verkehrsstrafe nicht mit DM oder US $ (ohne Quittung) bezahlen will, wird ein Protokoll angefertigt auf dem das Vergehen und die Strafe vermerkt sind. Damit man auch die Strafe bezahlt, werden die Fahrzeugpapiere und / oder der Führerschein einbehalten. Mit dem Protokoll macht man sich dann zur nächsten Bank (was auf dem flachen Land einiges an Km bedeuten kann) auf den Weg, zahlt die Strafe auf das auf dem Protokoll vermerkte Bankkonto ein und macht sich dann mit der Einzahlungsquittung wieder Zurück zum Ort des Geschehens. Wurde man unterwegs angehalten, kann es sein, dass man dann erst noch beim nahegelegenen GAI - Kontrollpunkt nachfragen muss, ob die Papiere dort abgegeben wurden, oder wo sich die entsp. Beamten gerade befinden. Sind die Banken geschlossen, hat man Pech und man muss warten. Nachdem man die Einzahlungsquittung vorgezeigt hat, bekommt man seine Papiere ausgehändigt und man kann weiterfahren. Insgesamt eine sehr umständliche und zeitaufwendige Geschichte. Aus diesem Grund, habe ich auf meinen Reisen immer Farbfotokopien der Fahrzeugpapiere, die in Folie eingeschweißt (sieht offiziell aus) sind mit. Diese Duplikate, zeige ich immer vor und ggf. kann ich auch sie verzichten, wenn der Beamte ein Protokoll ausstellen möchte.      Zurück

Geld

Der Geldumtausch hat sich bis auf wenige Ausnahmen in allen ehm. GUS - Staaten normalisiert. Man ist nicht mehr auf den Schwarzmarkt (bis auf sehr wenige Orte z.B. Nukus im Norden Usbekistans) angewiesen. Man braucht somit das Risiko nicht mehr einzugehen. Der Umtauschkurs ist im allg. im Land gleich, bzw. es gibt nur geringfügige Schwankungen. In fasst allen größeren Warenhäusern gibt es auch die Möglichkeit zum Geldwechseln. Zum Geldwechseln benötigt man immer (Russland) den Pass. Der US $  wird im allgemeinem etwas besser bewertet, als die DM. Beim Dollar werden manche Scheine, z.B. die vor 1990, verschmutzte, eingefärbte oder abgegriffenen manchmal nicht angenommen. Eine genaue Regel gibt es nicht und der jeweilige Kassierer entscheidet, ob er die Dollarnoten annimmt oder nicht. Es empfiehlt sich eine kleine Stückelung (50 o. 100 US$/DM) bei den Devisen zu wählen, da man so immer nur den aktuellen Bedarf eintauschen kann. Das ist sinnvoll, da ich es in der Ukraine erlebt habe, dass es innerhalb von einer Woche zu einer enormen Kursverfall gekommen ist.  Umtauschkurs Herbst 2001 1 US = 30 Rubel Zurück