Traumreise in die Mongolei – vom 9. Juli – 24. Juli 2007
 
9.Juli 2006 Sonntag
Da der Flug nach Ulaan Baatar, um 14.°°h, von Berlin aus geht, heißt das für mich frühes Aufstehen, um mit dem Zug 5.15h nach Berlin zu fahren. Lieber zu früh, als zu spät, könnte ja eine Maus auf den Schienen liegen und eine Verspätung verursachen. Der Flug beginnt um 14.°°h vom Flughafen Tegel. Meine Freundin Brigitte, die die Reise mitmacht, kommt mit dem Flugzeug aus Nürnberg nach Berlin.
Susanne, mein Patenkind in Berlin ist so nett, mich am Bahnsteig abzufangen, zusammen fahren wir mit Taxi nach Tegel, um gemütlich zu ratschen.
Habe als Handgepäck meinen Schlafsack und eine kleine Tasche – meine altbewährte schwarze Reisetasche werde ich aufgeben. Sie ist mit mir schon um die halbe Welt gereist. Viel Gepäck benötige ich nicht, da wir meist in der Mongolei mit dem Auto fahren, und in Camps und im Zelt übernachten. Wir sitzen pünktlich im Flugzeug –aber das war es dann auch – warten, warten, warten. Endlich gegen 16.°°h doch noch Abflug. Da die Boxen für das Gepäck immer schnell voll sind, musste Brigitte leider ihren sehr großen Rucksack versuchen zwischen uns zu klemmen, mein Schlafsack liegt unter dem Sitz. Na ja. Unsere Crew ist aus Italien, was wir dann ganz deutlich merken, dass Italien die Fußballweltmeisterschaft gewonnen hat. (Das Endspiel ist just an diesem Sonntag in Berlin). Ein Jubel der Mannschaft tönt durch die Maschine. Ich freue mich mit.
Das Essen im Flugzeug ist recht gut, Salat, Huhn, Reis, Brötchen, Butter, Käse und Frischkäse, zum Schluss noch Kuchen, was benötigt das Herz mehr. Durch zahlreiche Flugerfahrungen habe ich ein System mit dem Essen entwickelt, ohne zu kleckern, und meinem Nachbarn meinen Ellenbogen nicht ins Essen zu hängen, ich nehme den Teller auf den Schoß, so habe ich Ellenbogenfreiheit, denn die Sitze sind eng und schmal, wie immer. Als Abschluss einen Weißwein. Die 8 Stunden Flug sitze ich mit einer Pobacke ab. Mit Dösen und Lesen vergeht die Zeit.
 
10.7.06 Montag
Gegen 7.°°h (mongolischer Zeit, in Deutschland 24.°°h)in Ulaan Baatar angekommen. Der Flug war zeitweise etwas unruhig. Die große Frage – ist unser Gepäck angekommen? Großes Aufatmen, alles da, aber wie immer, fast zum Schluss auf dem Laufband. Kommt davon, wenn man zu früh eincheckt, so liegt das Gepäck ganz hinten im Flugzeug!!! Unsere zukünftige Reiseleiterin steht am Ausgang, nimmt uns Beide und noch 2 Teilnehmer in Empfang. Segi spricht recht gut Deutsch. Fahrt durch Ulaan Baatar. Der erste Eindruck ernüchternd, grau, Plattenbauten, wenig grün, aber jede Menge Verkehr. Die beiden Mitreisenden werden in Ulaan Bataar abgesetzt, ist in einer Siedlung ein altes Mietshaus, schrecklich, mit Hinterhof zum fürchten. Na ja, die müssen wissen, auf was die beiden sich da eingelassen haben, zumindest hautnah mit der Bevölkerung. Weiterfahrt zum Hotel, nun bin ich gespannt, was uns erwartet. Meine Ansprüche habe ich nach diesem ersten Eindruck meilenweit zurück geschraubt. Etwas außerhalb der Stadt, mit holpriger Landstraße, unser Hotel. So etwas Prächtiges habe ich nicht erwartet. Das Hotel Mongolia , im asiatischen Stil gehalten, besteht aus einer sehr großen Anlage, mit festen Zimmern, sowie Jurten. Super. Schon der Eintritt in die Eingangshalle ist grandios. Von der Wand begrüßen uns alles Khans, die Eingangstür wird von grimmig dreinblickenden Wächtern bewacht, sehr farbenfroh. Wir sind überwältigt. Verlässt man die Eingangshalle, sieht man einen großen Baum mit silbernen Blättern, rundherum ein Brunnen, aus dem lt. Legende zu Zeiten Dschingis Kahns aus den ästen Wein, Airag, Met und Reiswein flossen. Dahinter das Restaurant, zahlreiche Nebengebäude und zwei Geschäfte zum Einkaufen der unvermeidlichen hübschen Mitbringsel. Durch eine große Holztür der Eingang zu den Jurten.

Natürlich übernachten wir in einer Jurte - so fängt der Urlaub ja gut an, nur leider klemmt unsere Tür, lässt sich schlecht öffnen und schließen, also noch einmal Umzug. Mangels Möbel, (zwei Betten, ein Tisch, eine Kommode, sowie eine Ablage, alles aus sehr schön angemalten Holz, bunt, so lege ich den Inhalt der Tasche auf den Fußboden, geht auch so. Auch die Nasszelle fehlt nicht, sauber und hell, Dusche, Waschbecken und Toilette. Rund um uns herum Natur, so weit das Auge reicht. Herrlich. Nun bin ich in der Mongolei angekommen.

Später, nachdem wir uns sortiert hatten, für alle Teilnehmer Infovortrag von Herrn Veit Scholz, Chef vom Reiseveranstalter Steppenfuchs Reisen. Voller Erwartung hören wir dem Vortrag zu. Er erklärte uns kurz, wie er Steppenfuchs Reisen gründete, ich habe den Eindruck, dass er die Mongolei wie seine Westentasche kennt,d.h. hat sie selbst in allen Himmelsrichtungen bereist also weiß, wovon er spricht. Sein Büro ist rund um die Uhr besetzt, also Hilfe in jeder Lebenslage. Klingt gut und schafft Vertrauen. Versichert uns, dass jeder Fahrer in der Lage ist, an seinem Auto jeden Fehler zu beheben, sollte eine Panne auftreten. Die Wagen sind geländesicher und sehr stabil. Dann bietet Herr Scholz uns an, alle Dinge, wie Handy, Schlüssel, Pass und Flugtickets bei ihm in der Agentur zu lassen, jeder bekommt einen großen Umschlag, um all das hinein zu geben. Finde ich gut. So belaste ich mich während der Reise nicht damit. Die Umschläge werden in seinem Büro aufgehoben.

Segi holt uns mit dem Bus ab zur Fahrt nach Ulaan Bataar, wichtig, Geld wechseln.In der Post, die Innenhalle sehr groß, Postkarten gekauft. Man kann sich durch einen Stapel Karten einfach durchwühlen und die passenden Karte dann bezahlen. Leider eine große Auswahl, da fällt es schwer sich zu entscheiden Auf denn. Wir landen auf dem Sükhbaatar Platz (genannt nach dem Freiheitshelden, dessen Denkmal auf dem Platz steht).Die Stadt selbst kommt mir, nach der kurzen Fahrt, doch sehr grau in grau vor. Die öffentlichen Busse werden wohl nur noch mit dem Rost zusammen gehalten, fahren aber noch. Grünflächen sehen aus wie eine Ansammlung von Unkraut, die Straßen nicht in bester Verfassung. Ich komme mir vor, wie eine Reise in die Vergangenheit. Einige Gebäude, wohl Banken und andere wichtige öffentliche Häuser, strahlen in wunderschönen Farben und stechen so richtig aus dem Grau heraus, diese Bauweise ist wunderschön. Die Bevölkerung ist relativ jung, hübsche Frauen, meist in engen Jeans und Schuhe mit sehr hohen Absätzen (trotz der schlechten Straßenlage), ältere Bürger im traditionellen Del gekleidet, eine Art Mantel in der Taille umschlungen mit einem Schal. Hier ist wohl das Handy erfunden, fast jeder 3.quakt in das Ding. Segi lotst uns in ein Restaurant, für Touristen, hier hat sie Gutscheine für Essen, Getränke gehen auf eigene Kosten. Natürlich kleckere ich die Tomatensauce auf meine frische, helle Hose. Kann ja nur noch besser werden. Essen schmeckt gut, etwas scharf. ,dann weiter zum Bogd-Khan-Museum. Bodg Khan war ein der Titel des mongolischen Staatsoberhauptes zwischen 1911 und 1924, und hier in Ulaan Bataar war sein Winterpalast. Nicht nur die Architektur ist ein Zeugnis des Buddhismus, in den zahlreichen Räumen befinden sich Exponate mit Einblick in das religiöse Leben. Man sieht persönliche Gebrauchs und Zermoniengegenstände. Dabei auch eine sehr große Sammlung von Bodhisattva-Skulpturen. Alles sehr interessant – ich liebe solche Museen, zeigen sie doch einen Einblick in die Kultur des Landes. Ich hätte stundenlang alles genau besichtigen können. Aber die Zeit drängt Zurück zum Hotel, auch Segi möchte Feierabend haben.

Im Hotel eine kurze Ruhepause, frisch angezogen, und voller Elan ins Restaurant. Ein wunderschöner Speisesaal erwartet uns, eine große Speisekarte. Uns wurde geraten, das Touristenmenue zu bestellen. Gesagt, getan, lecker Bier, Khan Bräu, getrunken. Nach dem Essen ein kleiner Spaziergang rund um die Anlage, hier fließt ein Fluss, auch dort kann man in Jurten übernachten. Nach nochmaliger Stärkung mit Bier ab in die Jurte. Bin neugierig, wie ich heute Nacht schlafe.

 
11.07. Dienstag
Tief und fest geschlafen – Frühstück sehr üppig, leider nichts für mich, knabbere so herum. Segi holt uns 8.30h ab, heute Naadam Fest, d.h. großes Spektakel, Eröffnung in Ulaan Baatar. Halte meinen Fotoapparat schussbereit in der Hand, ein Motiv nach dem anderen bietet sich mir schon in der Stadt. Festlich gekleidete Menschen laufen herum. Am Sükbaathar Platz reiten die ersten Teilnehmer des Festes vorbei, ein prächtiger Anblick. Zum Stadion dann weiter zu Fuß, denn die Stadt ist total verstopft (wie bei uns zum Fußballspiel) So lerne ich auch einen Teil von der Stadt kennen. In das Stadion zu kommen ist noch leicht, aber dann unseren Platz auf der Tribüne einzunehmen ist Nahkampf pur. Schon auf der Treppe tief Luft holen und sich vorwärts treiben lassen und schubsen. Doch noch 2 Plätze gefunden, d.h. wir quetschen uns einfach dazwischen. Geschafft. Strahlender Sonnenschein. Zur Eröffnung spricht der Präsident, dann die Nationalhymen, dann reitet die Kavallerie in das Stadion ein. Das Spektakel kann beginnen. Alles ist auf Dschingis Khan ausgerichtet. Die Reiter, die Reiterspiele, die Kostüme, die Musik, der Gesang. Ein Spektakel in Farbe und Rausch der Sinne. Hunderte von bunt gekleideten Teilnehmern ziehen an uns vorbei und auf dem Rasenfeld. Die Geschichte des Khans erscheint live vor unseren Augen. Nach diesem wundervollen Auftakt leert sich das Stadion doch sehr schnell. Um das Stadion wie auf der Kirmes kleine zahlreiche Buden warten auf Käufer, alles was das Herz begehrt. Als es anfängt zu nieseln, macht der Mann mit den Regencapes das Geschäft seines Lebens, auch wir decken uns mit Regenhaut ein. Segi sucht das Zelt für uns Touristen, dank des Handys werden wir zum Zelt, das etwas abseits steht, geführt. Essen und Trinken köstlich, wir werden von sehr netten jungen Helfern bedient. Dann weiter zum Bogenschießen, auch hier sind die Teilnehmer in besonders schöner Kleidung und schießen auf klitzekleine Ziele in sehr großer Entfernung, Männer wie Frauen. Hier ist der Andrang an Zuschauern leider sehr wenig. Aus einem Zelt nahe der Schießarena dringen eigenartige Schreie und Gurren. Neugierig treten wir ein, der Raum ist nicht sehr hell, sehr überfüllt. Männer hocken am Boden und schnippen mit Ziegenknochen auf ein Häufchen von Schlafsknochen (Knöchelchenschießen) Ist ein ernst zu nehmender Wettkampf. Den Ringkampf im Stadion sehen wir uns eine Weile an, leider ist die Entfernung zu den Kämpfern zu groß, um alle Feinheiten mit zu bekommen, ist aber sehr interessant. So langsam werden wir müde von den vielen Eindrücke, ab ins Taxi und ins Hotel. Schnell noch einen Tisch im Restaurant für heute Abend bestellt, da wir nicht die einzigen Gäste im Hotel sind. Ich habe Lamm bestellt, leider der Teller übervoll, schaffe nicht alles, aber 2 Bier gehen immer noch. Viele Gäste sind Asiaten, sehr schön angezogen, wir mit unserer Wanderkleidung sehen da etwas plump aus. Na ja. Müde in die Falle und gleich eingeschlafen.
 
12.07. Mittwoch
Heute in die Pampas, zum Reiterfest – Abfahrt 9.°°h (hier wird auf Pünktlichkeit großer Wert gelegt, Segi überpünktlich am Auto).Lange Fahrt mit dem Bus ins Gebirge, auf der Landstraße fahren die Autos teilweise in 4-er Reihen, ich fasse es kaum, außerdem wird links und rechts überholt. Und kein Chaos entsteht!!! Endlich, nach 2 Stunden das Ziel erreicht, Auf dem großen Feld Auto an Auto, trotzdem noch jede Menge Platz zum Parken. Das 1.Pferderennen bekommen wir leider nur am Rande mit, Naadam-Jockeys sind die leichtesten und jüngsten der Welt. Sie reiten eine 25km lange Rennstrecke durch die Landschaft, und das ohne Sattel. Leider übersteht das eine und andere Pferd diese Strapazen nicht und liegt am Rande der Strecke. Jede Menge Polizei stehen am Rande der Strecke, um den Jockeys die Strecke frei zu halten. Viele Zuschauer auf dem Pferd verfolgen das Rennen, sie haben natürlich die bessere Übersicht. Leider ist das Wetter kühl und zeitweise nass, aber die vielen Zuschauer lassen sich nicht abhalten, bummeln über den sehr großen Platz, mit Kind und Kegel. Viele Frauen in eleganter Kleidung und Stöckelschuhe – ich fasse es kaum. Mein Fotoapparat läuft heiß. Auch hier deine Unmenge an Buden, für Essen und Trinken ist reichlich gesorgt. Spiele, um sich die Zeit zu vertreiben. Ich bekomme Durst, und wegen der Kälte verlange ich eine Schale Tee –was ein großer Fehler ist, der Inhalt besteht aus Milch mit etwas Teegeschmack, Ich biete, nach einem Schluck meine Tasse Segi an. Habe es zumindest versucht. Ich komme mir vor wie in einer anderen Welt, das ganze Spektakel einfach grandios Weiter, nachdem wir uns wieder in unserem Extra Zelt erholt haben, zu einer kleinen Bühne. Dort Darbietungen mit Gesang und Musik(für unsere Ohren leider kein Genuss) aber die prächtigen Kostüme versöhnen wieder. Sogar Akrobatik wird geboten. Vom Himmel purzeln plötzlich jede Menge Gleitschirmflieger, ich staune ob dieser Vielseitigkeit. Eigentlich möchten wir relativ früh zurück fahren, aber an der Hauptstraße werden wir angehalten, nicht durchgelassen, da jede Menge Fahrzeuge zum 2. Pferderennen Einlass begehren auf das Feld. Also wieder zurück . Hier können wir beobachten, dass viele Teilnehmer versuchen den Schweiß von den Rennpferden abzureiben, um sich diesen auf Stirn und Hände zu reiben, soll Glück bringen. Habe mir einen Sattel mal genau angesehen, ein prächtig verzierter Sattel, aber aus Holz, man sitzt sehr unbequem darauf, meist stehen die Reite in den Steigbügeln (würde ich bei diesem Holzsattel auch machen).

Die Rückfahrt das gleiche Geschubse und Gerangel mit den Autos, ich wundere mich, das absolut kein Unfall passiert. In Ulaan Bataar entzerrt sich etwas der Stau. Eigentlich wollten wir in der Stadt noch etwas Bummeln gehen, aber keine Zeit mehr. Auf der Rückfahrt ins Hotel fällt uns auf, das außerhalb von Ulaan Bataar jede Menge Holzzäune um die Häuser und der Jurten sind, man geht durch die Straßen wie durch eine Bretterwand, ich werde noch hinter dieses Geheimnis kommen Müde im Hotel gelandet, Schuhe gewechselt und halt nicht sehr fein angezogen zum Essen – das Bier wartet.

 
13.07. Donnerstag
Ab heute beginnt das Abenteuer in die Weite der Mongolei!!! Segi erscheint gegen 09.°°h,das Auto ist schon bepackt mit Lebensmittel, Gasflasche, Kochherd, Zelte, Hocker,Tisch und jetzt noch unser Gepäck, was sich im Verhältnis der Mengen, die schon im Auto sind, wenig ausmacht. Aber da noch ein Gepäckträger vorhanden ist, kein Problem. Unser Fahre (mit weißen Handschuhen) macht einen gemütlichen Eindruck, das Auto scheint neu und sehr geräumig innen zu sein, da kann ja nichts schief gehen. Bevor alle Teilnehmer auf die große Fahrt geschickt werden, segnet ein Mönch in einer kleinen Feier alle Teilnehmer, die heute ihre Fahrt antreten, damit wir glücklich und ohne Pannen wieder zurück kommen. Jeder erhält einen wunderschönen blauen Schal als Glücksbringer. Die Sonne scheint, also durchaus die besten Voraussetzungen. Ein bisschen aufgeregt bin ich schon.

Ab geht es in Richtung Choir, durch endlose Grassteppe der Mongolei, und das ist wörtlich zu nehmen. Sozusagen hier ein Grashalm, und dort ein Bündel Gras, dazwischen Steine, Steine, Steine. Die „Straße“ ist ganz ordentlich .Eigentlich wollten wir in einem „Dorf“ zu Mittag essen. Das Dorf zwar gefunden, aber wie ausgestorben die Straßen, und das einzige „Restaurant“ zu. Dann eben Mittagsrast in der Steppe, ganz vornehmem mit ausgepackten Stühlen und Tisch, Segi stürzt sich auf die Lebensmittel, um für uns, und in der Hauptsache für den Fahrer, ein warmes Essen zu zaubern, Brigitte und mir hätten Tomaten und Brot genügt. Auch Geier haben ihr Mittagsessen gefunden, ein verendetes Pferd. Ein einsames Restaurant, mitten in der Öde, daneben eine Toilette – nichts wie hin, und erst einmal die Nase zugehalten, Bretter mit einem tiefen Loch, drumherum ein offenes Häuschen. Die Schmeißfliegen freuen sich über uns. Es war ein Versuch wert, mehr nicht.Pferde, Schafe und Ziegen begleiten unseren weiteren Weg.

So langsam kommt die Wüste auf uns zu, Dünen und kein Weg weit und breit, der Fahrer kennt sich aber aus. Wir befinden uns in Gazriin Chuluu (was das auch immer heißen mag), große Felsen (Erdmuttersteine, merkwürdig geformte Felsen, eine mystische Bedeutung für die Nomaden) Ich finde, die Felsbrocken sehen aus wie zufällig zusammengestellt, aber ein schöner Anblick. Mittendrin schlagen wir unsere Zelte auf, nachdem uns der Fahrer in das Geheimnis des Aufbaues eingeweiht hat. Ich kämpfe noch mit den Stangen, aber Übung macht den Meister!!! Wir bekommen Besuch von einem Jurtenbesitzer, der ganz in unserer Nähe lebt. Mit seinem Motorrad holt er Wasser für uns, einfach so. Finde ich sehr nett. Hier wird Hilfsbereitschaft noch ganz groß geschrieben. Segi versucht sich wieder als Köchin, diesmal ganz klassisch Spagetti mit kalter Tomatensoße und Pilzen und Paprika. . Hier wird es spät dunkel, so gegen 22.°°h.

Kleine Katzenwäsche, die Socken werden auch mal ausgespült und ans Zelt gehängt, und ab in den Schlafsack. Leider sehr unruhig geschlafen, und mitten in der Nacht von Sturm um das Zelt aufgewacht – hechte erst einmal nach meinen Socken, zurre das Vordach fest, und prüfe, ob das Zelt fest verankert ist.

 
14.07.Freitag
Die Nacht doch noch gut überstanden, etwas verknautscht aufgewacht. Das Wetter warm, kaum Wolken am Himmel Um den Kreislauf in Schwung zu bringen, machen wir Drei einen Spaziergang mitten durch die Felsformationen, traumhaft schön, immer neue Ausblicke gesehen, auf der Strecke liegen ausgebleichte Rinderköpfe einfach so herum. Auf dem Rückweg fast verlaufen, es sieht alles so gleich aus.

Heute in Richtung Tsorg Ovoo, eine kleine Ortschaft am Rande der Gobi. Auch hier sehen wir Pferde, Rinder, Kamele und Ziegen, die sich von dem spärlichen Gras ernähren. Mir ein Rätsel, wie hier Tiere satt werden. Lange Fahrt, endlich gegen 16.30 Pause, wie gehabt, in der Pampas, aber diesmal, stilecht, sitzen wir auf Decken und essen kalte Küche, Joghurt, Tomate und Wurst, nur unser Fahrer bekommt „Kraftnahrung“ warme Suppe, damit er nicht vom Stängel fällt. In unmittelbarer Nähe eine Rinderherde, die sehnsüchtig auf die beiden leeren Wassertröge vor ihnen schauen, als wir ankamen, Segi und ich schnappen uns zwei Schüsseln, und schöpfen aus dem tiefen Brunnen Wasser in die Tröge. Das Schmatzen und Schlürfen der Tiere ist der Dank für uns!!!

Hier begegnen uns „Steinhaufen, Owwos genannt, Diese Haufen stehen überall, auf Pässen, Bergkuppen, Wiesen. Sie sind Sitz der lokalen Gottheit, den Reisende als Omen für eine gute Heimkehr dreimal im Lauf der Sonne umrunden. Dabei werfen sie Münzen, Steine, Speisen oder einen blauen Seidenschal – Himmelssymbol – auf den Ovoo. Ich gewinne aber des öfteren den Eindruck, dass manche Owoos eher einer Müllhalde gleichen, denn hier finden sich auch Autoreifen,leere Zigarettenschachtel, Dosen und sogar Krücken.

Endlich, so gegen 20.°°h erscheint der Ort (Handyempfang ist nicht überall, besonders in der Wüste, ist mir aufgefallen) Im Ort den Dorfladen besichtigt, auf diese große Auswahl war ich nicht gefasst. Alles übersichtlich in Reih und Glied, nach Produkten, Kleidung, Handtaschen, Kosmetik und.. und.. geordnet. Ich bin stark beeindruckt. Das Dorf selber sieht sehr trostlos aus, aber feste Häuser stehen dort, eine Wasserstelle, zum selber Tanken, in einem Steinhaus. Wir füllen unsere Vorräte auf. Kinder und Hunde umrunden uns neugierig. Der Ort ist sehr übersichtlich, wichtigstes Gebäude die Tankstelle. Da aber dort Handbetrieb ist, dauert das Tanken der Autos endlos lange. Unser Auto streikt nun doch, trotz Wechseln der Batterie. Wir werden zur Tankstelle abgeschleppt, die leicht auf einer Anhöhe liegt. Dann fährt unser Auto wieder, ab zum Schlafplatz, am Rande der Autobahn, in der Nähe vom Dorf. Zum Essen gibt es wieder die geliebten Nudeln mit Gemüse, und Cola – welch ein Genuss. Ab ins Zelt, der Auf-und Abbau geht nun sehr schnell, ich komme mir jetzt vor wie ein Profi.

 
15.07.Samstag
Diesmal früh (6.30h) wach geworden, aufgestanden, dann das übliche, Frühstück, Packen, Zelt abbauen und in den Sack einpacken. Unsere Reiseleiterin hat scheinbar immer einen gesunden Schlaf, wir müssen sie wecken. Unser Auto springt nicht an, weder mit gutem Zureden, noch mit Herumbasteln an sämtlichen Stellen und Knöpfen. Zum Glück hat unser Fahrer eine Bekannte im nahen Dorf und ruft dort an, damit das Auto abgeschleppt wird. Zeitgleich rufen wir, mit Hilfe von Segi, Herrn Scholz an, und bitten um ein anderes Auto, da wir uns nun weigern, auch nur einen Fuß in die Unglückskiste zu setzen. Er verspricht, ein anderes Auto zu schicken, was aber mindestens 8 Stunden dauern kann. Aber was bedeutet Zeit in der Mongolei, in der Wüste?

Unser Abschleppengel kommt, nun stehen wir wieder in dem Ort vom vergangenen Tag – so habe Brigitte und ich Zeit, uns den Ort gaaaanz genau anzusehen. Nur leider gibt es nicht viel zu besichtigen. Vor den herumstreuenden Hunden nehmen wir uns in Acht, bestaunen eine Schule, (wenn man das so nennen darf). In einer Jurte bekommen wir Essen, erleben das Familienleben dort live. Die große Tochter versucht, da wir als Gäste hier sind, etwas Ordnung in die Jurte zubringen. Schon erstaunlich, was in so einer relativ kleinen Jurte alles Platz hat, Schlaf-Koch-und Wohnraum zugleich. Sogar eine kleine Katze als Haustier hat hier noch Platz. Ich verziehe mich aber dann doch nach draußen, versuche etwas im Auto zu schlafen.

So gegen 17.°°h kommt das ersehnte Auto, aber oh Schreck, es ist wesentlich kleiner. Ob das all unsere Sachen hinein passen??? Also, mit viel Hängen und Schieben klappt es dann doch noch. Ich sitze auf der engen Hinterbank, habe die Gasflasche zu meiner Linken, die Reisetaschen fast im Kreuz und einige Sachen an der linken Seitenscheibe, Brigitte hat keinen seitlichen guten Überblick, da die Seitenscheiben (meine ist durch das Gepäck verdeckt) in der oberen Hälfte Dunkelgrün eingefärbt sind, wegen der Sonne . Ich kann zum Glück durch die Mitte auf die Frontscheibe sehen, habe sozusagen den besten Überblick. Segi bot Brigitte den Vordersitz an, sie verzichtet aber. Segi hat einen Kanister und sonstige Sachen zwischen den Knien, also auch nicht sehr gemütlich. Es kann nur noch besser werden!!! Unser 2.Fahrer macht aber einen sehr vertrauenserweckenden Eindruck. Nur leider, als müsste er die verlorene Zeit einholen, spurtet er mit dem Wagen wie ein Rennfahrer. Wir hopsen wir Erbens hinten herum, dauernd rutsch etwas vom Gepäck in unser Genick oder auf den Schoß, Feldweghopping würde ich es nennen. Stopp im Dorf unseres Fahrers, er hatte offensichtlich etwas vergessen. Ich bin aber zu kaputt um der Einladung Folge zu leisten, das Haus zu besichtigen, wir drängen darauf, so schnell wie möglich unser abendliches Ziel anzusteuern. Diesmal im Jurten Camp, (Ger Camp). Das Camp sehr groß, die Jurten stehen in kleinen Abständen, unser Gepäck wird abgeholt und bis zur Jurte gebracht. Leider der Eintritt durch die Tür sehr klein, stoße mir natürlich den Kopf an. In unserer Jurte stehen sogar 3 Betten, das 3.Bett benutzen wir als Ablage für unsere Taschen. Zum Camp gehört, außer Toiletten und Duschen (sehr sauber) ein Restaurant, gemütlich eingerichtet. Außer für ein Bier reicht mein Hunger nicht, irgendwie geht es mir nicht so gut, vielleicht ist mir das Geschaukel im Auto auf den Magen geschlagen.

 
16.07.Sonntag
Sehr gut geschlafen, mein Magen scheint sich beruhigt zu haben, es ist eben doch ein Unterschied, im Zelt und Schlafsack zu schlafen, oder im Bett. Frühstück im Restaurant, Brot und Marmelade esse ich, bei Würstchen und Ei verweigere ich mich, auch wenn es noch so liebevoll dargereicht wird. Das „Personal“ ist durchweg freundlich und sehr hilfreich. Gegen 09.°° h Abfahrt zur Geierschlucht, 70 km groß ist das Gebiet, eine beliebte Touristenattraktion. Seit 1965 unter Schutz. Ein Fluss schlängelt sich durch eine bis zu 200 m hohe, sich immer weiter verengende Schlucht, Eismassen bedecken den Fluss teilweise, die auch nicht im Sommer abtauen. (So steht es im Reiseführer), bin gespannt, was uns erwartet. Jetzt fährt unser Fahrer ruhig und langsam, sich dem Untergrund anpassend, der alles andere als eine Straße, geschweige ein Feldweg ist. Hier scheint ein Marathon stattzufinden, eine Menge Jogger und auch Radfahrer begegnen uns. Das Wetter ist leider nicht sehr freundlich. Am Eingang der Schlucht ist Eintritt fällig, und dann könnten wir mit Pferd oder Kamel durch die Schlucht reiten, wir gehen aber zu Fuß. Die ersten Kaschmirziegen sehen wir, ihr Fell ist wesentlich dichter, als die Ziegen in der unendlichen Weite der Mongolei. Nur hier in der „Kälte“ wird das begehrte Fell so dicht für die Wolle. Murmeltiere turnen auf den Felsen, fast vor unserer Nase und pfeifen uns gnadenlos aus. Putzig die Kleinen. Der Weg wird sehr eng zwischen den Felsen, kleine Eisbrocken sehen wir, und als das Eis uns nun endgültig den weiteren Weg versperrt, nur mit waghalsigen Klettereien zu überwinden, treten wir Beide den Rückweg an, Segi ist mutig und stapft und klettert weiter. Natürlich Händler auf der Wegstrecke, ich kaufe ein originelles Armband, klitzekleine Steine mit irgendetwas, was wie Garn aussieht umwickelt. Ich bewundere den Einfallsreichtum der Händler.

Weiterfahrt in der südlichen Gobi, zum Red Cliff. An einem sehr einsam gelegen Restaurant stopp, Das Essen dort sehr gut, Salat (Krautsalat mit Karotten), Fleisch, Reis, Kartoffeln, Kittekat als Nachtisch. Tee, Kaffee und Wasser. Bin satt geworden, Essen sehr gut. Das Wetter ist leider nicht sehr freundlich, starker Wind, fast schon Sturm in dieser flachen Umgebung, dazu passend Regen. Unser Kamelritt wird wohl in das sprichwörtliche Wasser fallen!!! Hier übernachten wir in einem Privatcamp. In unserer Jurte findet auch das Abendessen statt, und Segi hängt ihre Wäsche bei uns zum Trocknen auf. Es ist so richtig „gemütlich“. Wir haben aber noch Platz für unsere Taschen. Das ganze Essen wird auf den einzigen Tisch in der Jurte ausgebreitet. Es schüttet in der Zwischenzeit, man kann keinen Fuß vor die Tür setzten. Also richten wir uns, Brigitte und ich, auf eine abenteuerliche Nacht ein. So ganz langsam werden die Wände feucht, das Wasser gluckert durch die Türritzen, neben und unten – der Besitzer stürmt herein, schiebt unsere Betten in die Mitte, wir stellen die Lebensmittel auf den einzigen Schrank, um unsere Taschen aus dem Wasser heraus zu nehmen. Mit einem etwas mulmigen Gefühl legen wir uns schlafen, immer in Gedanken auf dem Sprung zu sein, sollte die Jurte unter Wasser stehen.

 
17.07. Montag
Es hat fast die ganze Nacht geregnet, aber in unserer Jurte ist noch nicht „Land unter“ obwohl der Fußboden und die Wände nass sind. Ich möchte hinaus, aber die Tür klemmt, mit Rütteln ist nichts zu machen, und auf mein Klopfen hört keiner, da packt mich der große Zorn und mit einem kräftigen Tritt öffne ich die Tür, Tür auf und ich fliege von dem Schwung fast in den Dreck. Dann erst einmal auf die Toilette, die sinnigerweise mit einem durchsichtigen Glasfenster versehen ist – wie praktisch, und in den Duschen stehen Plastiklatschen, zur allgemeinen Benutzunge.. Segi kommt so gegen 8.°°h um ihre noch feuchte Wäsche einzusammeln und teilt uns mit, dass unser Fahrer erst Erkundigungen einholen muss, ob die Strecke überhaupt befahrbar ist. Mit unserem Kamelritt heute Morgen wird es auch nichts, Regen, Regen, Regen. Wir werden mit noch einem Wagen zusammen fahren, wegen eventueller Pannen. Die Mitfahrer des 2.Autos hat es böse erwischt, Zelte, Schlafsäcke und Klamotten nass, so waren wir in der Jurte doch besser aufgehoben. Eigentlich sollten wir die Saxaulwälder besichtige, sehr langsam wachsende Bäume, mit sehr hartem Holz, aber der Weg dorthin hat sich in einen See verwandelt. Endlich gegen 11.°°h dann Abfahrt, - es ist eine Zitterpartie durch Schlamm und sehr tiefe Pfützen -. Ich denke einfach Augen zu und durch, so scheint unser Fahre auch zu handeln. Unser Auto liegt des öfteren in bedenklicher Schräglage, fängt sich aber immer wieder. Der Fahre ist voll konzentriert, ein wahrer Meister.

So gegen 15.°° erreichen wir das nächste Camp, in unmittelbarer Nähe der Ruinen-Klosteranlage Ongij, unser nächster Besichtigungspunkt. Auch hier werden wir von freundlichen Jugendliche empfange, das Gepäck in die Jurte gebracht. Diesmal passe ich aber auf den Türrahmen auf und gehe gebückt hinein. Das Camp macht einen sehr einladenden Eindruck, und wie schon erlebt, blitzsaubere Toiletten-und Duscheanlagen. Mittagessen im Restaurant (auf eigene Kosten), der unvermeidliche Krautsalat, aber immer hübsch angerichtet, Gemüsesuppe, mit Karotten, Paprika und… Kraut. Diesmal aber nur Cola getrunken. Danach Spaziergang zu der Klosteranlage. Ein einsames Kamel begrüßt uns, gehört sozusagen hier in die Umgebung. Ruinen, so weit das Auge reich erwarten uns, hier haben die Russen ganze Arbeit geleistet, aber ein zaghafter Versuch des Neuaufbaues können wir besichtigen, sogar ein Klosterleben mit 4 Mönchen findet wieder statt. Ein – Museum – in einer Jurte zeigt uns die Reste der alten Klöster, sogar einige alte Kleidung. Im Kloster selbst kann ich Aufnahmen machen nach Herzenslust, was ich sehr ausnutze, natürlich zahle ich meinen Anteil in die dortige Kasse. Eine neue Stupa, in Sichtweiter der zerstörten – steht alleine im weiten Feld, daran sind Tafeln angebracht, mit den Namen der ermordeten Mönche. Kurze Stippvisite im Shop, ebenfalls eine Jurte, sicher schöne Gegenstände liegen aus, aber nichts für mich. Im Restaurant diesmal zum Nachtisch Kirschen bekommen, welch ein Genuss, und natürlich das unverzichtbare Bier getrunken. Ein Generator sorgt für Licht, die Anlage ist teilweise erhellt, finde aber doch den Weg zur Jurte. Gegen 21.30 müde eingeschlafen. Zum Glück habe ich nicht viel Kleidung mitgenommen, so ist das Ein-und Auspacken kein großes Problem.

 
18.07. Dienstag
Relativ gut geschlafen, doch musste ich 2-mal raus, wird wohl das Bier gewesen sein. Heute Fahrt zu den „berühmten“ Wasserfällen. Frühstück mit Pfannkuchen (lecker) Butter, Marmelade, Fisch (nicht für mich) Käse, Brot und so eine Art Schmalzgebackenens, was ich auch verschmähte. Im Schlepptau des 2.Autos fahren wir endlich los, so gegen 09.°°h.

Die Fahrt beginnt, wie schon am letzten Tag, mit viel ruckeln und schaukeln, das wird uns wohl bis zum Ende begleiten. Jetzt sind auch vereinzelt Blumen zu sehen, lilafarben, eine ähnlichkeit mit Lilien, ebenso sind auch Blumen in gelb und weiß vertreten. Aber die Umgebung ist immer noch so platt wie ein Pfannkuchen. Wir müssen Tanken, die Tankstellen stehen sehr einsam in der Pampas. Zum Glück ist auch Personal zu sehen. In der Nähe eine Jurte, zwei sehr großer Hunde schlagen an, wir steigen natürlich nicht aus dem Auto, denn die Beiden würde bestimmt Hackfleisch aus uns machen!!! Der Besitzer kommt, grüßt uns freundlich, hält beide Hunde sehr fest und bedeutet uns auszusteigen. In der Nähe ist eine Schaffarm, die Viecher werden gerade geschoren, eine willkommene Abwechslung für uns zuzusehen. So nach und nach versammelt sich die ganze Familie in unserer Nähe, auch sie lassen sich bereitwillig aufnehmen. (Die Hunde werden noch immer festgehalten, und eine Leine oder Halsband ist wohl nicht üblich.

Und nun kommen so nach und nach sehr saftige Weiden in unser Blickfeld, die ich immer im Fernsehen bewundert hatte, wenn Reiseberichte von der Mongolei kamen. Ich wunderte mich schon die ganze Zeit, wo die die Aufnahmen gemacht hatten. Sogar Wald ist hier zu sehen, langsam sieht die Umgebung wie im Schwarzwald aus – nur leider die Wege, Wanderwege schlimmster Ordnung, buchstäblich über Stock und große Steine, tiefe Pfützen und auch noch große Löcher (so schlimm stand die Wegbeschreibung in meinem schlauen Buch aber nicht) Ab und zu scheint sich unser Fahrer verfranzt zu haben, also zurück, neuen Weg suchen. Kurze Rast, Essen fassen und die Knochen strecken. Und immer noch kein Wasserfall in Sicht, geschweige zu hören. Unsere Geduld nach 10 Stunden ist fast am Ende. Segi ist und auch keine große Hilfe , sie weiß nichts, ob dort ein Camp ist, und wie lange wir noch fahren müssen. Ich beruhige mich in der wunderschönen Landschaft, mache durch hohes Gras und Blumen einen Spaziergang (in der Hoffnung, den Wasserfall zu entdecken!). Also Weiter. Nach 2 Stunden später, und langsam wird es dunkel, beschließen wir – Halt – Ende!!! Einziger Trost ist die Wiese mit den unendlich vielen Edelweißblumen. Auch duftet das Gras nach Wachholder. Ich kann es kaum fassen. Das Wetter macht uns keinen Mut, das Zelt aufzuschlagen, im Geheimen haben Brigitte und ich schon beschlossen im Auto zu übernachten. Aber die Wolken bewegen sich doch noch weg. Missmutig bereiten wir das Nachtlager vor. In der unmittelbaren Nähe stehen viele Jurten, Segi entschwindet, ohne uns Bescheid zu sagen, in einer dieser Jurten. Vielleicht ist sie sauer auf uns, da sie unseren ärger bemerkte, den wir auch nicht mehr verheimlicht hatten ihr gegenüber. Bewundert haben wir unseren Fahre, und sprechen ihm großes Lob aus. An unseren Gesten hat er bestimmt verstanden, was wir meinten. Ohne Segi bereiten wir drei unser Essen, zumindest unser Fahrer soll nicht hungern, er benötigt die Kraft am meisten. Brigitte und ich beschließen morgen Herrn Scholz anzurufen, und die weitere Fahrt um 2 Tage zu verkürzen, noch so eine lange, ungemütliche, unbequeme Fahrt machen unsere Nerven nicht mehr mit. Leider trägt auch Segi einen Teil dazu bei, sie ist nicht in der Lage, uns ab und zu Auskunft über die Landschaft usw. zu geben. Alle Information müssen wir ihr aus der Nase ziehen. Sie ist verbindlich, aber ohne jegliches Engagement, oder Freude an der „Arbeit“. Brigitte und ich machen noch einen schöne, langen Spaziergang, um unseren ärger verpuffen zu lassen.

 
19.07. Mittwoch
Sehr schlecht geschlafen, zum Glück nicht geregnet. Alleine das Zelt abgebaut, da ich sehr früh aufgestanden bin. So gegen 8.15 Segi geweckt(!), Frühstückzeit, aufräumen, Abfahrt. Heute strahlender Sonnenschein, schon sieht die Welt ganz anders aus. Pferde sind auf den Weiden, im Zelt hatte ich schon eine Bewegung auf der Wiese festgestellt. Und nun die ganz große Überraschung, nicht ganz 2km von unserem Schlafplatz entfernt – der Wasserfall –und ein Camp. Ich bin fassungslos. Leider ist der Wasserfall ein Winzling (eigentlich in keinem Fall diese lange Reise wert!) Interessant sind die Jaks dort in der Nähe, hätte ich dort nicht vermutet. Zurück, eine Strecke den gleichen Weg, über spitze Steine, ich fürchte um unsere Reifen, aber der Fahrer ist guten Mutes, er jongliert unser Auto geschickt darüber und drum herum, Ab und zu muss der Fluss durchquert werden, kein Problem, der Wasserstand ist sehr gering, aber die Auffahrt an das andere Ufer oft steil und Schlamm, d.h. einmal steht unser Auto mit der Schnauze über dem Ufer, das Hinterteil hängt etwas in der Luft – entweder wir schlagen nun einen Purzelbaum, oder es klappt. Zurück in den Fluss, mit Schwung hinauf, wir können unbeschadet weiter fahren. Großes Aufatmen und ein dickes Lob an unseren Fahrer.

Die Umgebung wird sanfter, die „Berge“ verflachen, wir fahren sogar teilweise auf einem Feldweg 1.Ordnung, nur ab und zu ein Schlagloch, damit wir nicht aus der Übung kommen. Es ist richtig gemütlich. Leitungsmasten säumen den Weg, in der Ferne eine lange weiße Wand, was sich dann als Schafsherde herausstellt, also Schafe ohne Ende. Bei einer längeren Essenspause in traumhaft schöner Landschaft rufen wir, über Handy von Segi, Herrn Scholz an, um ihn unserer geänderte Pläne mitzuteilen. Er hört sich alles sehr ruhig an, sagt uns, wenn wir früher zurück möchten, dann in Ulaan Baatar auf eigene Kosten übernachten, um dann zum angegeben Zeitpunkt erst wieder im Hotel Mongolia zu übernachten, außerdem ist das Wetter dort zurzeit grottenschlecht. Sein Gegenvorschlag, wir fahren wie geplant zum Karakorum und dortige Übernachtung im Camp, weiter zum See Ögijl Nuur, bleiben dort 2 Tage zum Ausruhen, auf Kosten von Steppenfuchs Reisen, um dann, wie geplant nach Ulaan Baatar zu fahren. Zwei Reisepunkte werden wir dann einfach streichen. Mit diesem Vorschlag sind Brigitte und ich gerne einverstanden. Ich habe festgestellt, dass einige Wiesen sehr stark nach Wachholder duften – ein Fest für die Nase, ich kann gar nicht genug davon bekommen.

So, nun freue ich mich auf Karakorum, und die Besichtigung des Klosters Erdeni zuu.Das Kloster ist eine riesengroße quadratische Anlage, umrahmt von insgesamt 108 Stupas. Erhalten sind nur noch drei große Tempel, eine Stupa und einige Nebengebäude. In einem chinesisch-tibetischen Mischstil errichteten Tempel finden wieder regelmäßig Gottesdienste statt, die von 46 Lamas abgehalten werden. Die beiden anderen großen Gebäude im chinesischen Stil beherbergen Ausstellungen von Werken buddhistischen Meistern des 16.-19.Jahrhunderts. Andere Ausstellungsstücke sind in neu auf dem Gelände errichteten Gebäude untergebracht. An die Zeit des Dschingis-Khans erinnern in und um Karakorum nur noch wenige Trümmerstücke und zwei große steinerne Schildkröten, die eine etwas außerhalb der Klostermauern, die andere auf einem Hügel, unweit des Klosters. Die Schildkröten sind auf dem Rücken quadratisch ausgehöhlt und sollen den Stützen des Dachkranzes der Palastjurte als Fundament gedient haben. (so steht es in meinem schlauen Buch).

Dort bekommen wir eine örtliche Führerin, Segi muss aber jedes Wort uns übersetzen. Ich bewundere die große Anlage, mit der Geschichte im Gedächtnis. Zum Glück ist die Anlage nicht von Touristen überlaufen. Eigentlich sehe ich nur Mongolen hier, keine andere Touristen. Natürlich, nach ausgiebiger Besichtigung, und nach einer Cola-Pause, dann der „große“ Einkauf im Shopping-Center. Ich bleibe bei Postkarten und einer schöne, roten Jacke hängen. Musste mit Dollar bezahlen, der Euro ist hier nicht so beliebt. Mehr geht nicht. Ich stelle fest, aufgrund meiner vielen Auslandreisen, bin ich in Punkto Mitbringesel oder Sachen für mich, sehr wählerisch geworden. Wenn ich nichts finde, auch gut. Weiterfahrt zum Camp. Dieses liegt an einem große Fluss, hier übernachten viele Touristen direkt am Fluss.Einige Reisende unternehmen Touren zu Pferde, finde ich auch ganz spannend. Nachdem wir uns eingerichtet haben, untersuche ich die nächste Umgebung zu Fuß, das Wetter verführt dazu. Am Himmel ein sehr großer Schwarm Vögel, die aber leider zu hoch fliegen, um zu erkennen, welche das sind. Ich erfreue mich an den immer wieder sich ändernden Formationen, ware Kunstflieger sind die Vögel. Das Restaurant zum Camp ist sehr klein, aber urgemütlich Abendessen diesmal in Eierteig eingebackenes Rinderhackfleisch, Reis und Paprika-und Gurkengemüse. Vorher der unvermeidliche Kraut und Karottensalat, das Bier schmeckt, wie immer, lecker.

 
20.07 Donnerstag
Nach dem Frühstück noch einmal zum Karakorum zurück – ich möchte zu gerne die Ausgrabungen sehen. Leider aber sind die Ausgrabungen nicht zu besichtigen, außerdem abgeschirmt, aber eine Menge Souvenierstände stehen verlocken zum Kauf von Kleinigkeiten dort. Im Grunde genommen bietet jeder Stand fast die gleiche Ware an. Brigitte erliegt einem waren Kaufrausch, bei mir hält sich die Begeisterung in Grenzen, stattdessen bewundere ich die große Schildkröte sehr ausgiebig. Das Wetter ist ein Traum, die Sonne strahlt vom Himmel, mit unserer guten Laune um die Wette. Heute geht es zum See Ogij Nuur, Halt an einer Stele, die eingezäunt ist, mit großer Tafel davor. Es handelt sich um die Stele des Tonjukuk, sie wurde 744 zu Ehren des weisen, alttürkischen Ministers errichtet. Gebührend bewundert – Weiterfahrt zum See, der schon in der Ferne glitzert. Und hier beginnt das Problem, da alle Beamten, die am Naadam Fest rund um die Uhr gearbeitet hatten, nun hier einen verdienten Kurzurlaub verbringen, entweder in Zelten am See, oder in den Camps. Segi versucht alle Register zu ziehen. Ein Camp am See gefunden, Brigitte und ich machen es uns in der Sonne gemütlich, während Segi mit Fahrer versucht, ein anderes Camp zu finden, denn hier sollen wir die Übernachtung selbst zahlen,(was aber immer noch besser wäre, als eine Zeltübernachtung) Um den See herum viele private Jurten, mit großen Vieherden. Eine Besonderheit sind für uns hier die fliegenden Heuschrecken, die ein lautes schnarrendes Geräusch beim Fliegen machen. Segi kommt mit der frohen Botschaft zurück, ein anderes Camp, mit Restaurant gefunden zu haben. Nigelnagelneu die ganze Anlage, das Restaurant richt noch nach Holz. Das Essen am Nachmittag ist nicht der große Kracher, stillt den Hunger, aber ist liebevoll dargeboten. Teewasser in bunten großen Thermoskannen steht bereit. Danach Spaziergang zum See, mir fallen die vielen Adlerfedern auf, die am Rande vom See liegen. Mir wird später erklärt, dass diese Federn von den Adlern abgeworfen werden beim Flug über den See. Nur die Adler sehen wir leider nicht. Zum Abendessen bekommen wir Würstchen, die an beiden Enden aufgeschlitzt sind, sieht witzig aus, dazu Gemüse und Tomatenscheiben, Nachtisch ein Apfel, dazu das unvermeidliche Bier, schmeckt auf der ganzen Welt gut. Im Restaurant entdecke ich eine sehr große Pralinenschachtel, auf dem Deckel ein schönes kitschiges Bild von der Mongolei. Das ist das richtige Mitbringesel für Klaus, Nicht zu spät ins Bett, da in unserer Jurte drei Betten stehen, nehme ich vom 3.Bett die Zudecke, um in meinem Bett auf der Decke zu schlafen, denn die Matratze ist sehr hart.
 
21.07. Freitag
Leider hat sich das Wetter verschlechtert, packen, ab zur nächsten Jurte, dort bekommen wir auch Frühstück, dazu die unvermeidlichen Würste, die aber unser Fahrer gerne verspeist. Hier haben wir jede Menge Zeit, trotz miesem Wetter einen langen Spaziergang um den See, beobachten Pferde, die zum Trinken in den See stürmen, etwas weiter Kühe. Leider fällt uns auf, dass die „Camper“ am See ihren Dreck einfach dort liegen lassen, entweder in Tüten, oder so verstreut um die Zelte herum. Einige Jurten Camps sammeln dann den Abfall auf um ich dann zu verbrennen. Kein schöner Anblick. Wir waren es eigentlich während der ganzen Reise nicht gewöhnt, solch einen Anblick geboten zu bekommen, sogar in den Dörfern lag kein Müll herum. Später im Camp nun endlich den längst fälligen Waschtag eingelegt, Haare und Kleidung gesäubert. Der Wind trocknet sehr schnell alles.

Leider nur eine kleine Fahrt am See entlang, da unser Fahrer Benzin sparen wollte. Nun denn. Da wir am See wohnen, haben wir für heute Abend, auf unsere Kosten, Fisch bestellt, der sehr lecker schmeckt und appetitlich für das Auge auf dem Teller angerichtet wird. Hier im Camp haben schon sehr viele wichtige VIP-Personen übernachtet, ein Fotoalbum, was uns stolz gezeigt wird, berichtet davon. Nicht zu spät ins Bett. Leider ist das Wetter nicht besser geworden. Wir haben uns aber trotzdem sehr wohl gefühlt uns sind gut ausgeruht. Ich denke dabei auch an unseren Fahrer, dem die 2 Tage Ruhe bestimmt gut getan haben, nach den anstrengend Fahrten in der der Vergangenheit.

 
22.07. Samstag
Heute Rückfahrt nach Ulaan Bataar, so gegen 09.°^h starten wir. Mal sehen, welche Straßenverhältnisse auf uns warten – vielleicht Überraschung!!! Es geht über sanfte Hügel, sehr hohes Gras begleitet uns, die Wege na so, tiefe Furchen, vom Regen ausgewaschen, Pfützen, die unser Fahrer heldenhaft versucht zu umfahren, ohne das Auto in eine Schräglage zu legen (übrigens, es gibt hier in der Steppe auch Hamster). . Es begegnet uns ein schon älterer Reiter, alleine in der Steppe, das Urbild des Mongolen für mich. Bereitwillig lässt er sich von allen Seiten Fotografieren Und dann auf einmal eine Autobahnmitten in der Steppe. Aber leider zeigt die Autobahn nach kurzer Zeit doch erhebliche Frostschäden schlimmster Ordnung, nichts mit einer gemütlichen Fahrt. Also fahren wir neben der Autobahn, was vor uns, wie es die Spuren zeigt, auch schon andere Autofahrer gemacht haben. Zum Glück entsteht trotzdem kein Schaden auf den Weideflächen, die sich logischerweise links und rechts der Autobahn hinziehen. Etwas weiter haben sich kleine Dörfer an der Autobahn, so kann man fast die Ansammlung der vereinzelten Häuser nennen, angesiedelt, Doch einige Restaurants laden ein zum Essen. So eine Autobahn zieht doch „Leben“ an. In einem der kleinen Raststätten halt, eine warme Suppe, Gemüse mit Fleisch, wärmt uns auf, und stillt den Hunger. Wir werden beäugt, auch wir betrachten das bunt gemischte Völkchen, was dort Rast macht. Einige sind sehr farbenprächtig angezogen. Der Kaffee aus der Tüte war eine Fehlentscheidung, süß und ungenießbar, hier aber bestimmt der „Renner“.In Ulaan Bataar macht ein Auto mit unserem einen Crash , der zwar nicht schlimm ausfällt, aber unser Auto doch eine Winzigkeit beschädigt. Nach einigem Hin-und Her bekommt unsere Fahrer dann doch Geld, um den Schaden beheben zu lassen. So wird das hier erledigt. Kurzer Halt in der Stadt, die Batterie meiner Uhr hat den Geist aufgegeben, die Uhr von Brigitte ist ganz kaputt – kein Problem, Schaden behoben. Endlich wieder in unserm Traumhotel, purer Luxus, gelandet. Und wieder Regen, wir haben aber auch ein Pech.

Unseren Fahrer haben wir mit einem sehr großzügigen Trinkgeld entlassen, was er sich aber auch dicke verdient hat.

Nach dem Abendessen, gut wie immer im Restaurant, noch einen Spaziergang hier in der Umgebung. Die „Läden“ hier haben sehr lange auf, sind gut sortiert. Noch ein Bier zum Absacken, dann ab ins Bett. Noch einen Tag in Ulaan Baatar, den wir ausgiebig nutzen möchten.

 
23.07. Sonntag
Segi holt uns pünktlich ab, mit Taxi, da uns nun kein Bus mehr zur Verfügung steht. Im Büro von Herrn Scholz bekommen wir unsere dort deponierten Sachen zurück, berichten von der Reise und bedanken uns noch einmal für sein Verständnis, dass wir den Reiseverlauf abgeändert hatten. Heute Besichtigung des Nationalmuseums – danach Fahrt zur Gandantegchenling – Klosteranlage, die Hauptattraktion ist der 26 Meter hohe und 90 Tonnen schwere buddhistische Skulptur des Migjid Janraisig Statur, was bedeutet „Gottheit, die in alle Richtungen schaut“. In seinem Sockel verbirgt sich eine Jurte samt Einrichtung. Die Figurganz in Gold ist, gigantisch und schön zugleich. Es gibt eine Tempelbibliothek, diverse Geschäfte, Wahrsager hier ist die Warteschlange sehr lang (!). Die Anlage ist sehr weitläufig, mit schönen Gebäuden, die auch von Mönchen bewohnt werden. Hier wuseln viele Touristen, so wie wir, herum. Natürlich viele Fotomotive für mich. Brigitte wird von einem jungen Mann angehalten, der ein Handy in der Hand hält, Brigitte erkennt es als das ihre, das eigentlich in ihrer Jackentasche gut verstaut war. Also muss ein Taschendieb sich das Handy angeeignet haben, und wurde dabei beobachtet, und hatte nur eine kurze Freude daran. Hätte ich nicht damit gerechnet, hier in der Klosteranlage mit Taschendieben zu rechnen. Noch mal gut gegangen. Nach der imposanten Klosteranlage muss noch ein Kaufhaus besucht werden, welche alle insgesamt einen sehr modernen Eindruck mache, was der Bau betrifft, ebenso das riesige Warenangebot, über Kosmetik, Mode Haushaltsartikel und der Dinge mehr. Interessant für uns die Souvenierabteilung im letzten Stockwerk. Ein Riesenangebot, so weit das Auge reicht. Aber tapfer widerstehen wir jeder Versuchung, und haben auch vielleicht keine Lust mehr zum Einkaufen. Aber spannend ist es schon, hier herum zu stöbern. So, nun Schluss, ab ins Hotel , den letzten Abend im Restaurant gemütlich ausklingen zu lassen!!!!! Außerdem hat unser Geld merklich abgenommen, mit Ach und Krach bekommen wir das Geld für das Essen noch zusammen denn noch einmal Umtauschen lohnt nicht mehr.
 
24.07. Montag
Abreise – nach Hause. Noch ein kleiner Engpass am Flughafen, bei der Gepäckabfertigung, das Einchecken war ein Kinderspiel, aber das Gepäckband mit den vielen Koffern streikte, und so mussten wir warten, bis der Schaden behoben war, außerdem wollten wir sicher gehen dass alles heil in Berlin ankommt. Flug ohne Probleme, diesmal habe ich den Schlafsack aufgegeben, wird schon ankommen. In Berlin interessiert sich der Zoll für meine Tasche (vielleicht, weil ich etwas zerzaust aussehe??) Habe aber nichts dabei, was zollpflichtig wäre, noch ein nettes Gespräch mit den beiden Beamten geführt. Brigitte bringt mich noch zum Taxistand, sie fliegt ja weiter nach Nürnberg. Ich genieße im Bahnhof noch eine Tasse Kaffee, rufe Klaus an, wann ich ankomme, und besteige pünktlich den Zug nach Ffm. Ein netter Herr hilft mir die schwere Tasche in das Gepäcknetz zu bugsieren, und ich finde eine schöne Unterhaltung mit einer älteren Dame. In Frankfurt begrüßt mich Klaus liebevoll – nun ist der Urlaub zu Ende. Pina sitzt zu Hause im Waschbecken, um mich auf ihre Art zu begrüßen.

Die Mongolei hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt, denn ich hatte eigentlich so gar keine feste Vorstellung, trotz „Vorbildung“ mittels Reiseführer und ab und zu Reiseberichte aus dem Fernsehen. Die Wirklichkeit ist viel schöner spannender und aufregender. Bestimmt wird die Mongolei mich, diesmal aber mit Klaus zusammen, noch einmal sehen.