1. Tag Vormittag Sie werden um 9:00 von ihrem Hotel abgeholt und wir verlassen Ulaanbaatar in Richtung Westen. Gleich nach der Ausfahrt aus der Stadt, empfängt uns die mongolische Steppe. Wir werden nach altem mongolischem Brauch, an einem großen Ovoo anhalten um bei den Erdgeistern für eine gute Fahrt zu bieten. Ovoos sind in der Mongolei allgegenwärtig und fest im mongolischen Glauben verwurzelt.
  Mittag Mittagspause in der mongolischen Steppenlandschaft.
  Nachmittag Die Fahrt geht weiter, Richtung Karakorum. Einen ersten größeren Zwischenstopp werden wir an der großen Sanddüne von Elsen Tasarkhai. Die Dünen von Elsen Tasarkhai sind fossile Dünen, die durch die Sandverfrachtung aus der Gobi entstanden sind. Die Dünen sind für interessant für den, der einen Eindruck von der Wüste Gobi bekommen will, aber sich die vielen Kilometer Autofahrt dorthin ersparen möchte.

Karakorum erreichen wir am späten Nachmittag

  Übernachtung: Gercamp, Zelten oder bei Nomaden, Abendesssen

2. Tag Vormittag Nach dem Frühstück, geht es los mit der Erkundung von Karakorum. Zum einen, die ehemalige Hauptstadt Wir fangen mit dem Kloster Erdene Zuu an. Erdene Zuu, das älteste Kloster der Mongolei, wurde im Jahr 1586 gegründet. Zu dieser Zeit gewann der Buddhismus in der Mongolei an Bedeutung. Statuen wie die der Gottheit Gombogur wurden ins Land gebracht und sind noch heute in Erdene Zuu zu sehen. Die Anlage besteht aus mehreren Tempeln und einem Komplex von Gebäuden, die nach und nach entstanden sind. In den Hochzeiten des Klosters lebten dort über 1000 Mönche. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Kloster mehrfach zerstört, wieder aufgebaut und verändert. Mandschurische Eroberer zerstörten Erdene Zuu und die Stadt Karakorum wiederholt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts beherbergten die Mauern von Erdene Zuu schließlich 62 Tempel und die weitere Entwicklung ging langsamer voran. Mittlerweile gab es überall im Land Klöster und Tempel, dennoch ist Erdene Zuu bis heute eine bedeutende Pilgerstätte geblieben.

Vom Kloster Erdene Zuu sind es nur wenige Meter bis zu der Ausgrabungsstellen der alten Hauptstadt Karakorum. Sehr viel ist leider nicht übrig geblieben von der Stadt und nachdem wir uns einen kleinen Überblick über die Situation verschafft haben, fahren wir zu dem neu errichteten Museum, wo die Fundstücke der Ausgrabung dargestellt werden. Hier haben wir die Gelegenheit, uns ausführlich über Karakorum zu informieren.

  Mittag Das Orchon Tal ist seit je her ein kultureller Schmelztiegel. Schon bevor Chingges Kahn hier seine Hauptstadt errichtet, siedelten unterschiedliche Völker in dem fruchtbaren Tal. Viele Spuren haben sich nicht erhalten können, aber ca. 60 KM nördlich von Karakorum befindet sich die Grabstätte von Khoshoo Tsaidam. Es handelt sich um das Grabmal der Türk König Bilge Khan und seinem Bruder Kulitegin. Beide waren Feldherren. Heute würde man sie als „Warlord“ bezeichnen, da sie sich unterschiedlichen Völkern in dieser Region angeschlossen haben. Am bekanntesten sind die zwei „Stehlen“, auf denen zweisprachig, die Taten der beiden Feldherren eingemeißelt sind. Hier wurde auch eine der vier steinernen Schildkröten, ein Zeichen für langes Leben und Ewigkeit, ausgegraben. Die steinernen Schildkröten haben in der mongolischen Mythologie eine besonders wichtige Bedeutung. Für die Turkvölker und somit letztlich für die Türkei, ist Khoshoo Tsaidam von besonderer Bedeutung
  Nachmittag Am späten Nachmittag erreichen wir dann den See Ogii Nuur. Hier haben wir dann die Zeit uns in der einmaligen Landschaft zu erholen. Der See lädt zu einer kleine Wanderung an seinem Ufer ein. In der Nähe unseres Übernachtungsplatzes, befindet sich eine kleine Vogelbeobachtungsstation, da der Ogii Nuur auch ein Wichtiger Rastplatz für viele Zugvögel ist.
  Übernachtung: Gercamp, Zelten oder bei Nomaden, Abendesssen

3. Tag Vormittag Mit einem herrlichen Blick über den Ogii nuur, beginnen wir den dritten Tag unserer kleinen Reise. Wir können Kraniche und viele andere Vögel beobachten. Am Vormittag fahren wir zurück nach Ulaanbaatar. Am Vormittag kommen wir noch an einer Ruinenanlage aus der Kitan Zeit vorbei. Die Kitan gehören zu den Proto-Mongolen oder Proto-Mongolide und so werden jene Völker bezeichnet, die in den ersten Jahrhunderten n. Chr. die zentralasiatischen Steppen bewohnten. Es waren vor allem Völker mit türkischer, mongolischer und tungusischer Sprache, die sich allerdings in Kultur und Lebensweise sehr ähnlich waren. Die Ruinen von Char Buch Balgas werden dem 9. – 10. Jahrhundert zugeschrieben. Es soll sich dabei um eine Wehranlage handeln.
  Mittag Mittagessn in der Steppe
  Nachmittag Die Fahrt führt über die Ortschaft Lun nach Ulaanbaatar, wo wir am späten Nachmittag eintreffen werden.
  Optional:
  • Bahnhofstransfer / Flughafentransfer
  • Hotelbuchung
  • Stadtführung