Steppenfuchs Mongolei Reisen

Sie befinden sich / You are Home » Eisenbahn » Eisenbahntouren » Transsiberia
Tournr.600

Transsiberia

Die Transsibirische Eisenbahn
Eine Reise durch die Geschichte

Die Transsibirische Eisenbahn (kurz: Transsib), deren Bau im Jahr 1870 begann, wurde zur Verbindung zwischen Moskau und Peking errichtet, um den Zugang zu den reichen Rohstoffvorkommen Sibiriens zu verbessern. Bis heute bleibt die „Transsib“ eine Lebensader Russlands – eine faszinierende Zeitreise durch Sibirien und die mongolische Steppe. Die längste Eisenbahnstrecke der Welt begann mit dem Ziel, die Schätze Sibiriens zu erschließen.

Eine Zugfahrt durch Raum und Zeit

Das gleichmäßige Klopfen der Räder begleitet die gesamte Strecke. Die „Transsib“ hat nicht nur ihren eigenen Rhythmus, sondern auch ihre eigene Zeitzone – Moskauer Zeit. Diese Vereinheitlichung erleichtert die Zeitumstellung, sorgt jedoch an den Bahnhöfen für interessante Situationen. Zugbegleiterinnen empfangen die Reisenden herzlich, kontrollieren Tickets und Visa, und weisen den Weg zu den Abteilen.

Begegnungen und Gastfreundschaft

In der „Transsib“ ist man selten allein. Gespräche mit russischen Mitreisenden sind unvermeidlich, und die Gastfreundschaft zeigt sich in mitgebrachten Butterbroten, die ungezwungen geteilt werden. Viele Reisende legen Teilstrecken zurück, besuchen Verwandte in entlegenen Teilen Sibiriens und erzählen ihre Geschichten. Die Zugbegleiterinnen sind die „Herrscherinnen“ der Waggons, kümmern sich um das Wohl der Fahrgäste und sorgen für die Pünktlichkeit.

Die sibirische Landschaft entfaltet sich

Ab Novosibirsk wird die Landschaft typisch sibirisch: endlose Wälder, majestätische Flüsse und literarische Erinnerungen, wie aus „Der Kurier des Zaren.“ Die Reise mit der „Transsib“ wird nie langweilig; sie zieht in ihren Bann und macht fast süchtig. Bahnfahren wird hier zur Leidenschaft, von der man sich nur schwer lösen kann.

Baikalsee und Mongolei – Zwischenstopps der Extraklasse

Die Reise wird durch einen mehrtägigen Stopp am Baikalsee und einen Abstecher in die mongolische Gobi bereichert. Die „Transsib“ zeigt sich dabei nicht nur als Transportmittel, sondern auch als Türöffner zu faszinierenden Orten entlang der Strecke.

Steppenfuchs Reisen - Blick auf die Basilius-Kathedrale
Steppenfuchs Reisen - Basilius-Kathedrale
Steppenfuchs Reisen - Moskau Lebensmittelladen Nr 1 im GUM
Ankunft in Moskau – Puls einer übergroßen Metropole
Tag: 1

Du kommst in Moskau an und spürst sofort, wie diese Stadt unter Hochspannung steht. Eine Metropole, die aus allen Nähten platzt, laut, monumental und voller Gegensätze. Breite Prospekte schneiden durch endlose Wohnviertel, darüber ragen Stalins Wolkenkratzer wie steinerne Wächter einer vergangenen Epoche. Zwischen glänzenden Glasfassaden und bröckelnden Hinterhöfen liegt eine Energie in der Luft, die dich nicht loslässt. Moskau ist keine Stadt, die man betritt – sie packt dich.

Bei deinem ersten Rundgang tastest du dich hinein in dieses urbane Labyrinth. In den Metrostationen, die eher Palästen gleichen, mischen sich Parfüm, kalter Stein und der Geruch von Metall. Hier unten schlägt das geheime Herz der Stadt, ein Ort, an dem sich Macht, Reichtum und Alltag kreuzen. Über dir erzählen Fassaden von großen Idealen und dunklen Kapiteln, von Intrigen hinter schweren Türen und von Nächten, in denen Deals gemacht wurden, die ganze Karrieren zerstörten. Moskau flirtet mit dir – elegant, ein wenig gefährlich und immer mit einem Hauch von Verbotenem.

Je weiter du gehst, desto deutlicher zeigt sich die andere Seite der Stadt. Neonlichter spiegeln sich auf nassem Asphalt, elegante Bars grenzen an düstere Gassen, in denen man spürt, dass hier nicht jede Geschichte gut endet. Moskau ist Verführung und Risiko zugleich, ein Ort, an dem Glanz und Schatten eng beieinanderliegen. Dein erster Rundgang ist nur ein Vorgeschmack – aber schon jetzt weißt du: Diese Stadt wird dich fordern, reizen und so schnell nicht wieder loslassen.

Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Nein
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Nein
Steppenfuchs Reisen - Teile vom Kremel
Steppenfuchs Reisen -
Steppenfuchs Reisen -
Machtzentrum und große Bühne
Tag: 2

Am frühen Vormittag zieht es dich noch einmal mitten hinein in das Herz der Stadt. Du betrittst den Kreml, dieses streng bewachte Machtzentrum, in dem sich bis heute Politik, Geschichte und Mythen überlagern. Hinter den roten Mauern wurde Weltgeschichte geschrieben – und nicht selten auch entschieden, wer fallen gelassen wird. Goldene Kuppeln glänzen über Kathedralen, in denen Zaren gekrönt wurden, während nur wenige Schritte weiter nüchterne Verwaltungsgebäude von Kontrolle und Autorität erzählen. Du spürst die Schwere dieses Ortes, das leise Echo von Intrigen, Loyalität und Verrat, das zwischen den Mauern hängen geblieben ist.

Am Nachmittag wechselst du die Perspektive und lässt Moskau an dir vorbeiziehen. Bei einer Bootsfahrt auf der Moskwa erlebst du die Stadt vom Wasser aus, entspannter und zugleich überraschend intim. Vom Fluss aus zeigt sich Moskau von seiner eleganten Seite, monumental und doch verletzlich, mit Prachtbauten, modernen Glasfassaden und alten Industriearealen, die von rauen Nächten und harten Zeiten erzählen. Die Bewegung des Wassers nimmt der Stadt etwas von ihrer Schärfe, ohne ihr die Spannung zu rauben.

Am Abend öffnet sich dir, ganz nach Lust und Laune, eine weitere Welt. Optional kannst du eines der berühmten Theater besuchen und eintauchen in die große russische Inszenierung aus Drama, Leidenschaft und Tragik. Hier wird nicht nur gespielt, hier wird gelebt, mit schweren Vorhängen, intensiven Blicken und Geschichten, in denen Liebe, Macht und Abgründe dicht beieinanderliegen. Ein würdiger Abschluss für einen Tag, an dem Moskau noch einmal all seine Facetten zeigt.

Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen -
Steppenfuchs Reisen -
Auftakt zur Transsibirischen Legende
Tag: 3

Heute beginnt dein großes Bahnabenteuer Richtung Baikalsee. Doch Moskau lässt dich nicht einfach ziehen. Am Vormittag packst du deine Sachen, bringst das Gepäck bereits zum Bahnhof und spürst diese besondere Spannung, die entsteht, wenn eine Reise in eine neue Dimension übergeht. Die Stadt wirkt plötzlich wie eine Bühne kurz vor dem letzten Akt, hektisch, laut, aber auch überraschend intim. Mit leichtem Gepäck und wachem Blick startest du zur letzten Besichtigungstour durch die russische Metropole.

Ein zentraler Höhepunkt ist der Besuch der mächtigen Christ-Erlöser-Kathedrale, die du am Vortag bereits vom Wasser aus gesehen hast. Jetzt stehst du direkt vor ihr und blickst hinauf zu den goldenen Kuppeln, die sich 103 Meter in den Himmel erheben. Sie ist nicht nur eines der höchsten orthodoxen Gotteshäuser der Welt, sondern auch ein Symbol für Zerstörung und Wiedergeburt. 1883 erbaut, unter Stalin gesprengt und erst im Jahr 2000 neu errichtet, erzählt sie von Macht, Ideologie und dem unbändigen Willen, Geschichte umzuschreiben. Zwischen Weihrauch, leisen Gebeten und strengem Blick der Ikonen liegt eine Spannung, die mehr verrät als viele Geschichtsbücher.

Auf dem Weg zurück Richtung Bahnhof tauchst du noch einmal tief in den Moskauer Alltag ein. In kleinen Läden deckst du dich mit Proviant und Getränken für die lange Bahnfahrt ein, beobachtest hastige Pendler, elegante Frauen auf hohen Absätzen und Männer mit Gesichtern, die mehr gesehen haben, als sie preisgeben. Moskau zeigt dir ein letztes Mal sein Spiel aus Verführung und Härte, aus Glanz und dunklen Geschichten, die zwischen den Häuserzeilen hängen bleiben.

Pünktlich um 21:22 Uhr rollt dein Zug im Bahnhof Jaroslawskaja an. Das rhythmische Zischen der Bremsen, der Geruch von Metall und Diesel, das Stimmengewirr auf dem Bahnsteig – dann setzt sich der Zug in Bewegung. Mit dieser ersten Nacht auf der Transsib beginnt ein Abenteuer, das legendär ist, ein langsames Herausgleiten aus der Metropole hinein in die Weite Russlands, Richtung Baikalsee und tief hinein in eine andere Welt.

Unterkunft: Schlafwagen

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Eisenbahn
Alltag auf der Transsib
Tag: 4 - 6

Dein erster kompletter Tag auf der Transsibirischen Eisenbahn beginnt mit einem Frühstück im Speisewagen. Noch etwas verschlafen, aber neugierig, lässt du dich auf die besondere Routine dieses Zuges ein. Für die kommenden fünf Tage wird jede Mahlzeit zu einem kleinen Ritual, bei dem sich eine bunte Karawane aus Reisenden durch die Waggons in Bewegung setzt. Gespräche entstehen, Blicke werden ausgetauscht, Fremde werden für einen Moment zu Weggefährten. Draußen zieht die Landschaft vorbei, drinnen vermischen sich Kaffeegeruch, Metall und leise Geschichten.

Schon nach kurzer Zeit passt du dich dem eigenen Rhythmus der Transsib an. Der Zug diktiert den Tag, nicht die Uhr. Schlafen, lesen, aus dem Fenster schauen – alles folgt dem gleichmäßigen Schlag der Räder, der beinahe hypnotisch wirkt. In den Abteilen entstehen kleine Parallelwelten, manchmal vertraut, manchmal mit einer knisternden Spannung, wenn unterschiedliche Lebensgeschichten auf engstem Raum zusammentreffen. Man hört Gerüchte, halbe Wahrheiten, manchmal auch Geschichten von durchzechten Nächten in sibirischen Städten, die wie flüchtige Geständnisse im Vorbeifahren erzählt werden.

Immer wieder wird die Fahrt von Stopps in größeren Städten unterbrochen. Doch Zeit ist hier ein knappes Gut. Unter den strengen, wachsamen Augen der Zugbegleiterinnen darfst du kurz aussteigen, dir die Beine vertreten und die kalte oder staubige Luft einatmen. Ein paar Schritte auf dem Bahnsteig, ein schneller Blick auf fremde Gesichter, vielleicht ein kurzer Handel, der so schnell endet, wie er begonnen hat. Dann schließt sich die Tür wieder, der Zug setzt sich in Bewegung – und du bist zurück in diesem rollenden Mikrokosmos, der dich unaufhaltsam weiter nach Osten trägt.

Unterkunft: Schlafwagen

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Begegnung in der Taverne
Steppenfuchs Reisen - Kazan
Steppenfuchs Reisen - Irkutsk
Verbannung, Verführung und sibirische Eleganz
Tag: 7

Nach der langen Fahrt erreichst du Irkutsk und fährst zunächst zum Hotel. Eine kurze Erholung ist nötig, um anzukommen und die Eindrücke der Transsib hinter dir zu lassen. Doch diese Stadt wartet nicht geduldig, sie zieht dich schnell wieder hinaus. Schon bei der ersten Erkundung spürst du, dass Irkutsk anders ist als viele sibirische Städte: weltoffen, historisch aufgeladen und voller Geschichten, die zwischen Handel, Macht und Rebellion pendeln.

Irkutsk war schon früh ein bedeutendes Handelszentrum, dessen Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Um 1600 errichteten Kosaken an der Mündung des Flusses Irkut, dort wo er in die Angara fließt, ihr Winterlager. Aus diesem rauen Außenposten entwickelte sich eine Stadt, in der Pelze, Gold und Informationen den Besitzer wechselten – nicht immer auf legale Weise. Der Reichtum brachte Glanz, aber auch Konflikte, und viele Entscheidungen wurden hier in Hinterzimmern getroffen, weit weg von den Augen der Macht in Moskau.

Eine entscheidende Wendung erlebte Irkutsk nach der gescheiterten Dekabristen-Revolution von 1825. Adlige Aufständische wurden nach Sibirien verbannt, doch ausgerechnet hier durften sie sich relativ frei bewegen. Sie brachten Bildung, Kultur und einen Hauch von verbotener Eleganz mit, aber auch unerfüllte Leidenschaften, politische Gespräche im Verborgenen und Affären, die den strengen Blick des Zarenreichs unterliefen. Ihre Häuser, Theater und Salons prägen bis heute den besonderen architektonischen Charakter der Stadt. Beim Spaziergang durch Irkutsk bewegst du dich somit durch eine Bühne aus Rebellion, Exil und stiller Verführung – ein faszinierender Auftakt zum Baikalsee-Abenteuer.

Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Irgendwo in Russland
Steppenfuchs Reisen - Russische Schönheiten
Steppenfuchs Reisen - Russische Schönheiten
Gold, Glaube und verbannte Träume
Tag: 8

Am Morgen beginnst du deine Stadtbesichtigung durch Irkutsk, eine Stadt, deren Aufstieg untrennbar mit Macht, Handel und Expansion verbunden ist. 1686 erhielt Irkutsk die Stadtrechte und entwickelte sich rasch zu einem der wichtigsten Umschlagplätze für Waren aus ganz Sibirien. Pelze, Gold und Luxusgüter brachten der Stadt Reichtum und Einfluss, aber auch eine raue Atmosphäre, in der nicht jede Abmachung offiziell besiegelt wurde. Von hier aus starteten die großen Vorstöße nach Osten, bis hinüber nach Alaska – Irkutsk war das Tor zur Eroberung eines ganzen Kontinents.

Mitten im Zentrum besuchst du die Epiphany-Kathedrale, erbaut zwischen 1718 und 1746. Ihre farbenfrohe Fassade und die kunstvollen Details stehen im spannenden Kontrast zur harten Geschichte der Stadt. Hier traf tiefer Glaube auf weltliche Ambitionen, Händler beteten um Schutz für ihre Karawanen, während draußen bereits die nächsten Geschäfte angebahnt wurden. Anschließend fährst du weiter zum Znamensky-Kloster aus dem Jahr 1698, dem ältesten erhaltenen Gebäude Irkutks. Zwischen dicken Mauern und stillen Höfen liegt eine fast greifbare Ruhe – doch auch dieser Ort war Zeuge von Abschieden, Verbannungen und stiller Verzweiflung.

Der Nachmittag gehört dem anderen, moderneren Gesicht der Stadt. Du besichtigst die kunstvoll verzierten Holzhäuser der adligen Familien, die nach dem Dekabristenaufstand gegen Zar Nikolaus I. hierher verbannt wurden. Diese Häuser erzählen von verlorener Macht, verbotenen Ideen und Leidenschaften, die im Exil weiterglühten. Die einstigen Salons waren Treffpunkte für politische Gespräche im Verborgenen, für Affären und für Träume von einem Russland, das es so nie geben sollte.

Am späten Nachmittag tauchst du in das lebendige Zentrum Irkutks ein. Bei einem Rundgang durch die Fußgängerzone mischst du dich unter Händler, Kunsthandwerker und Straßenmusiker. Zwischen Souvenirs, Stimmengewirr und dem Duft von Essen spürst du den Puls der Stadt, der bis heute vom Handel lebt. Irkutsk zeigt dir hier noch einmal all seine Facetten – historisch, lebendig und voller Geschichten, die zwischen Glanz und Verbannung entstanden sind.

Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Basar in Listvianka
Steppenfuchs Reisen - Road of the bones endlose weite in sibirien
Steppenfuchs Reisen - Russisches Holzhaus
Der Baikalsee
Tag: 9

Am Morgen beginnst du mit der Stadtbesichtigung von Irkutsk und tauchst ein in die Geschichte einer Stadt, die ihren Reichtum dem Handel verdankt. Seit der Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1686 entwickelte sich Irkutsk zu einem zentralen Umschlagplatz für Waren aus ganz Sibirien. Pelze, Edelmetalle und kostbare Güter wechselten hier den Besitzer, oft begleitet von harten Verhandlungen und nicht immer ganz sauberen Geschäften. Gleichzeitig war Irkutsk Ausgangspunkt für die russische Expansion nach Osten – von hier begann der lange Weg der Eroberung Sibiriens bis hinüber nach Alaska. Man spürt noch heute diesen Geist des Aufbruchs, aber auch den Preis, den Menschen dafür zahlten.

Mitten im Zentrum besuchst du die Epiphany-Kathedrale, erbaut zwischen 1718 und 1746. Ihre farbenfrohe Fassade wirkt fast verspielt, doch sie steht für eine Zeit, in der Glaube und Macht eng miteinander verknüpft waren. Händler suchten hier göttlichen Beistand für riskante Unternehmungen, während draußen bereits die nächsten Karawanen vorbereitet wurden. Anschließend fährst du weiter zum Znamensky-Kloster aus dem Jahr 1698, dem ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt. Hinter seinen Mauern liegen Jahrhunderte aus Gebet, Abschied und stiller Schuld – ein Ort, an dem sich spirituelle Ruhe und menschliche Tragik berühren.

Am Nachmittag wendest du dich dem moderneren Gesicht Irkutks zu. Du besuchst die reich verzierten Holzhäuser der adligen Familien, die nach dem gescheiterten Dekabristenaufstand von 1825 gegen Zar Nikolaus I. nach Sibirien verbannt wurden. Die Verbannten brachten Bildung, Stil und verbotene Ideen mit, aber auch heimliche Liebschaften, politische Gespräche im Untergrund und eine leise Rebellion, die in Salons und Wohnstuben weiterlebte. Diese Häuser verleihen Irkutsk bis heute seinen besonderen architektonischen Charakter.

Am späten Nachmittag mischst du dich in der Stadtmitte unter das Leben der Gegenwart. Bei einem Rundgang durch die lebhafte Fußgängerzone tauchst du ein in das Treiben von Händlern und Kunstgewerbetreibenden. Zwischen Marktständen, Stimmengewirr und neugierigen Blicken zeigt sich Irkutsk von seiner sinnlichen, geschäftigen Seite, ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart dicht beieinanderliegen und jede Ecke ihre eigene kleine Geschichte erzählt.

Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Baikalsee
Steppenfuchs Reisen - Burchanfelsen (Schamanenfelsen)
Steppenfuchs Resein - Am Ufer des Baikalsees
Am Rand der Tiefe
Tag: 10

Heute gehört der Tag ganz dem Baikalsee. Du schnürst die Wanderschuhe und folgst einem Pfad, der dich immer wieder direkt ans Ufer dieses legendären Gewässers führt. Der tiefste Süßwassersee der Erde wirkt ruhig, fast unschuldig – und doch liegt in ihm eine dunkle, archaische Kraft. Das Wasser ist glasklar, die Luft kühl und frisch, das Licht hart und ehrlich. Jeder Schritt am Seeufer fühlt sich an wie eine Begegnung mit etwas Uraltem, das weit mehr gesehen hat als wir Menschen.

Der Weg verläuft mal offen, mal verborgen zwischen Felsen, Lärchen und Kiefern. Rund drei Stunden wanderst du in gemäßigtem Tempo, begleitet vom leisen Plätschern der Wellen und dem Knirschen des Kieses unter deinen Füßen. Hier draußen verliert Zeit ihre Bedeutung, Gedanken werden langsamer, Gespräche ehrlicher. Der Baikalsee war schon immer ein Ort der Zuflucht, aber auch des Verschwindens – Fischer, Verbannte, Legenden von Schmugglern und verlorenen Nächten gehören ebenso zu ihm wie seine überwältigende Schönheit.

Nach der Wanderung erwartet dich ein rustikales russisches Picknick inmitten dieser rauen Landschaft. Einfach, kräftig und ehrlich – genau wie der Ort selbst. Zwischen Brot, Tee und herzhaften Speisen entstehen diese stillen Momente, die man nicht planen kann, in denen man einfach nur schaut, hört und da ist. Gestärkt machst du dich anschließend auf einem anderen Weg wieder auf den Rückweg, mit dem Gefühl, dem Baikalsee ein kleines Stück nähergekommen zu sein – wissend, dass er seine tiefsten Geheimnisse niemals ganz preisgeben wird.

Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Russisches Holzhaus
Steppenfuchs Reisen - Baikalsee
Zwischen Tradition und Aufbruch
Tag: 11

Am Vormittag verabschiedest du dich vom Baikalsee und fährst zurück Richtung Irkutsk. Die Landschaft zieht noch einmal an dir vorbei, ruhiger jetzt, fast nachdenklich. Auf dem Weg legst du einen Halt im Freilichtmuseum Talzy ein, einem Ort, der wirkt wie eine gerettete Erinnerung. Hier wurden erhaltenswerte Holzhäuser aus der gesamten Region zusammengetragen, Gebäude, die dem Bau eines großen Staudamms hätten weichen müssen und damit beinahe für immer verschwunden wären. Zwischen knarrenden Dielen und dunklem Holz liegt die Geschichte von Menschen, die gelernt haben, mit der Härte Sibiriens zu leben.

Beim Rundgang durch Talzy tauchst du tief in die Kultur und den Alltag der Baikalsee-Region ein. Du siehst einfache Bauernhäuser, Kirchen und Werkstätten, die von einem Leben erzählen, das geprägt war von Arbeit, Entbehrung und engem Zusammenhalt. Doch hinter der ländlichen Idylle verbergen sich auch Geschichten von Zwangsumsiedlungen, Verlust und stillen Verbrechen an der eigenen Heimat, als ganze Dörfer für Fortschritt und Energie geopfert wurden. Talzy macht diese Brüche sichtbar, ohne sie zu beschönigen.

Am Nachmittag erreichst du Irkutsk, wo du Zeit zur freien Verfügung hast. Jetzt entscheidest du selbst, wie du die Stadt erleben möchtest – entspannt in einem Café, neugierig in kleinen Läden oder noch einmal auf den Spuren der Geschichte. Irkutsk bietet dir Raum für eigene Entdeckungen, für Begegnungen, für Beobachtungen und vielleicht auch für Gespräche, die man nur führt, wenn man nicht mehr geführt wird. Ein ruhiger, offener Abschluss eines Tages zwischen bewahrter Vergangenheit und lebendiger Gegenwart.

Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ulaan Ud grösster Leninkopf in Russland
Steppenfuchs Reisen - Speisewagen
Steppenfuchs Reisen -
Nach Osten in die Nacht
Tag: 12

An diesem Tag reißt dich der Wecker sehr früh aus dem Schlaf. Noch ist es dunkel, als du zum Bahnhof gebracht wirst und wieder in den Zug steigst, der dich weiter nach Osten trägt. Die Transsibirische Eisenbahn ist längst mehr als ein Verkehrsmittel – sie ist dein temporäres Zuhause geworden. Kaum rollt der Zug an, beginnt draußen ein Schauspiel aus Wasser, Licht und Weite, denn der gesamte Vormittag führt die Strecke direkt am Ufer des Baikalsees entlang. Der See liegt still da, fast unheimlich ruhig, als würde er jede Bewegung genau beobachten.

Stundenlang gleitet die Landschaft vorbei, Wälder, kleine Siedlungen und immer wieder das endlose Blau des Sees. Im Abteil entstehen Gespräche, flüchtige Allianzen, manchmal auch diese leise Spannung, wenn Fremde zu lange aufeinanderhocken. Auf der Transsib verschwimmen Privates und Öffentliches, man hört halbe Geständnisse, Geschichten von gescheiterten Existenzen, von Schmuggeln in Grenzregionen und von Menschen, die hier eingestiegen sind, um nie ganz anzukommen. Der Rhythmus der Schienen wiegt dich durch den Vormittag.

Gegen 14:00 Uhr erreichst du Ulan-Ude, das kulturelle Zentrum der Burjaten. Ein kurzer Halt in einer Stadt, in der sich russische und buddhistische Einflüsse mischen und in der Gesichter, Farben und Gerüche plötzlich anders wirken. Es ist ein erstes leises Vorzeichen der Mongolei, die näher rückt, auch wenn die Grenze noch unsichtbar bleibt.

Mit Einbruch der Nacht wird die Reise ernster. Die Grenzabfertigung zur Mongolei findet mitten in der Nacht statt, ein Erlebnis zwischen Müdigkeit und Anspannung. Uniformen, Taschenlampen, Formulare und lange Blicke durch offene Abteiltüren. Hier entscheidet sich, wer weiterfahren darf, und für einen Moment liegt dieses alte Gefühl von Kontrolle und Macht in der Luft. Erst als der Zug wieder anrollt, kehrt Ruhe ein – und du weißt, dass du auf dem Weg in eine neue Welt bist.

Unterkunft: Schlafwagen

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Nein
Steppenfuchs Reisen -
Steppenfuchs Reisen - Ulaanbaatar Suhkbaatar Platz
Steppenfuchs Reisen - Ulaanbaatar mongolisches Parlament mit Chingges Khan Denkmal
Zwischen Spiritualität, Staub und Großstadtpuls
Tag: 13

Um 7:30 Uhr am Morgen rollt dein Zug nach der langen Fahrt durch die nördliche Mongolei in Ulaanbaatar ein, der „roten Recke“, wie die Stadt oft genannt wird. Nach Tagen im Rhythmus der Schienen fühlt sich das Ankommen fast surreal an. Dein Hotel liegt nur wenige Schritte entfernt, ein seltener Luxus nach der Transsib. Nach einer kurzen Erfrischung stehst du wieder draußen, mitten in einer Stadt, die rau, chaotisch und zugleich überraschend lebendig ist. Ulaanbaatar zeigt sich nicht sofort gefällig – sie will erobert werden.

Deine Stadtbesichtigung beginnt mit dem Besuch des berühmten Gandan-Klosters, dem spirituellen Herz der Mongolei. Die 27 Meter hohe Buddha-Statue erhebt sich gewaltig über den Gebetsraum, still und überwältigend zugleich. Sie gilt als eine der größten stehenden Buddha-Statuen der Welt und ist ein starkes Symbol für den wiedererwachten Buddhismus des Landes. Mönche murmeln Mantras, Gebetsmühlen drehen sich, während draußen der Verkehr hupt – ein faszinierender Kontrast zwischen innerer Ruhe und urbaner Unruhe.

Anschließend besuchst du das Klostermuseum des Tschoidschin-Lama, einer der bedeutendsten religiösen Persönlichkeiten in der Geschichte des mongolischen Buddhismus. Masken, Ritualgegenstände und düstere Darstellungen von Schutzgottheiten erzählen von einer Spiritualität, die nicht nur sanft, sondern auch streng und furchteinflößend sein kann. Hier wird klar, dass Glaube in der Mongolei immer auch Macht, Kontrolle und Grenzerfahrung bedeutete. Eine kleine Stadtrundfahrt rundet den Eindruck ab und zeigt dir die Gegensätze Ulaanbaatars: Plattenbauten neben Glasfassaden, Jurtenviertel am Rand moderner Boulevards.

Am Abend tauchst du tief in die kulturelle Seele des Landes ein. Bei einer Folkloreaufführung erlebst du traditionelle Musikinstrumente, akrobatische Schlangenmädchen und den berühmten Kehlkopfgesang, der zugleich archaisch und hypnotisch wirkt. Diese Klänge gehen nicht ins Ohr, sondern direkt unter die Haut, roh, kraftvoll und voller Geschichte. Ein intensiver Abschluss für einen Tag, an dem du angekommen bist – geografisch und kulturell – in der Mongolei.

Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Nein
Steppenfuchs Reisen - Inlandsflug
Steppenfuchs Reisen - Eis in der Geierschlucht
Steppenfuchs Reisen - Adler
Eis, Felsen und verborgene Leben
Tag: 14

Am Morgen verlässt du Ulaanbaatar per Flughafentransfer und steigst in den Inlandsflug Richtung Dalandzadgad. Unter dir öffnet sich die Mongolei in ihrer ganzen Weite, Steppe geht in Halbwüste über, Farben verblassen, Strukturen werden härter. Nach etwa zweieinhalb Stunden landest du im regionalen Zentrum der Gobi. Dalandzadgad wirkt rau und funktional – ein Ort, an dem man nicht verweilt, sondern aufbricht. Genau hier beginnt dein Eintauchen in eine der extremsten Landschaften Asiens.

Schon kurz nach der Ankunft fährst du weiter zur Bartgeierschlucht, einem Ort, der alle Erwartungen an eine Wüste bricht. Bei der Wanderung durch die enge Schlucht spürst du sofort den Temperaturunterschied. Selbst weit in den Sommer hinein liegen hier mächtige Eismassen, geschaffen von einem kleinen Fluss, der im Winter zwischen die Felsen gezwungen wird und im Sommer wie eingefrorene Zeit wirkt. Die hohen Wände werfen tiefe Schatten, das Licht ist hart, fast dramatisch – ein perfekter Schauplatz für Geschichten von Überleben und Verschwinden.

Mit etwas Glück entdeckst du Bartgeier, die lautlos über dir kreisen, oder Steinböcke, die scheinbar mühelos über steile Felsflanken klettern. Diese Tiere sind Meister des Unsichtbaren, angepasst an eine Region, in der Fehler schnell tödlich werden. Am Eingang der Schlucht gibt ein kleines Museum Einblick in die Tierwelt und die bewegte Vergangenheit der Gobi – von alten Karawanenrouten über Schmuggelpfade bis hin zu modernen Grenzgeschichten. Die Gobi zeigt dir hier ihr wahres Gesicht: faszinierend, gnadenlos und voller Geheimnisse, die nur preisgegeben werden, wenn man genau hinschaut.

Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Abendstimmung in Bayandzag
Steppenfuchs Reisen - Alte Nomadin beim Reiseführer lesen
Steppenfuchs Reisen - Am Ongii Fluss
Steppenfuchs Reisen - Kloster Ongii
Auf den Spuren der Zeit
Tag: 15

Heute umfahrst du die südlichen Ausläufer des Altaigebirges und rollst weiter Richtung Bajandsag. Die Landschaft verändert sich mit jedem Kilometer: rote Sandsteinformationen ragen aus der Steppe, als hätten sie uralte Geheimnisse in sich eingeschlossen. In dieser Region wurden die ersten Dinosaurierknochen der Mongolei gefunden, und wer aufmerksam ist, kann vielleicht selbst auf Fossilien stoßen – stumme Zeugen einer Welt, die Millionen Jahre alt ist. Zwischen den bizarren Felsformationen erstrecken sich die größten Saxaulwälder des Landes. Diese knorrigen, salzhaltigen Hartholzbäume wachsen unglaublich langsam und erreichen kaum 30 bis 40 Zentimeter Höhe, wirken aber unerschütterlich in der kargen Steppe.

Die Fahrt führt weiter durch die weite Ebene von Ongii, vorbei am Ulaan Nuur, dem „roten See“. Er zeigt sich nur periodisch, gespeist allein vom Regen der Gobi, und verschwindet in trockenen Jahren fast vollständig. Die karge Schönheit dieser Landschaft wirkt fast surreal: flaches Land, vereinzelte Hügel, geheimnisvolle Schatten der Felsen – ein Ort, der Geschichten von Einsamkeit, Überleben und uralten Mythen erzählt, die nur hier ihren Raum haben.

Am späten Nachmittag erreichst du das Kloster Ongii, einst eines der größten Klöster der Mongolei. Heute sind nur noch Ruinen erhalten, doch einige Mönche versuchen, die Anlage wiederaufzubauen. Zwischen zerfallenen Mauern und verblassten Fresken spürst du die Spannung zwischen vergangener Macht und dem stillen Willen zur Wiedergeburt. Du hast die Gelegenheit, mit den Mönchen zu sprechen, ihre Geschichten zu hören und die Klosteranlage zu besichtigen – ein Moment, der Spiritualität, Geschichte und die raue Realität der Gobi auf eindrucksvolle Weise verbindet.

Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Gebirgslandschaft
Steppenfuchs Reisenj _ Mittagessen unterwegs
Steppenfuchs Reisen - verwegenen Holzbrücke in der Mongolei
Durch die unendliche Steppe
Tag: 16

Heute steigt ihr in die Geländewagen und fahrt den ganzen Tag durch die Weite der mongolischen Steppe. Die Landschaft ist alles andere als eintönig, obwohl sie auf den ersten Blick endlos und leer erscheint. Sanfte Hügel, einzelne Felsformationen, grasbewachsene Ebenen und kleine, glitzernde Bäche wechseln sich ab und geben immer wieder neue Perspektiven auf eine Natur, die sowohl sanft als auch unbarmherzig sein kann. Der Wind trägt Geschichten von Nomaden, alten Reitern und längst vergessenen Schlachten über die Steppe – man muss nur hinhören.

Unterwegs halten wir immer wieder bei den Jurten der Nomaden. Diese kurzen Pausen sind mehr als nur Gelegenheiten zum Durchatmen: hier erhältst du intime Einblicke in das karge, aber stolze Leben dieser freundlichen Menschen, in ihre Traditionen, in die Harmonie von Mensch, Tier und Natur. Kinder beobachten dich neugierig, Hunde schleichen vorsichtig um die Jurten, während die Familien ihre alltäglichen Aufgaben verrichten. Es ist ein Moment, in dem die Steppe lebendig wird, in dem Geschichten und Blicke ausgetauscht werden, ohne dass Worte nötig sind.

Unser Ziel für heute ist Karakorum, die ehemalige Hauptstadt des Mongolenreichs. Schon die Vorstellung, hier zu stehen, wo einst Geschichte geschrieben wurde, erfüllt die Fahrt mit einer fast greifbaren Spannung. Die Weite der Steppe, das endlose Blau über dir und die staubigen Wege unter den Rädern verstärken das Gefühl, dass du nicht nur reist, sondern mitten in die Legenden des Landes eintrittst – eine Reise durch Zeit, Raum und die raue, faszinierende Seele der Mongolei.

Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Erdenee Zuu
Steppenfuchs Reisen - Buddhistischer Lama
Steppenfuchs Reisen - Am Ogii Nuur See
Im Tal der Geschichte
Tag: 17

Am Vormittag tauchst du tief ein in die Geschichte von Karakorum, der ersten Hauptstadt des Mongolenreiches. Unter Ögedei Khan, dem Sohn und Nachfolger Dschingis Khans, verwandelte sich die Residenz von einer militärischen Festung zu einer richtigen Stadt, ergänzt durch beeindruckende Befestigungsanlagen ab 1235. Hier offenbarte sich ein faszinierender Widerspruch: Die grausamen, kriegerischen Khane zeigten zugleich eine bemerkenswerte Offenheit für Neues und Fremdes. Karakorum wurde so zu einem Schmelztiegel der Kulturen, in dem Religionen, Handelswaren und Handwerkskünste aus allen Teilen Asiens zusammenflossen und die Stadt zu einem Zentrum von Macht, Reichtum und diplomatischer Raffinesse machte. Beim Schlendern durch die Ruinen spürst du die Mischung aus Gewalt, Ambition und kultureller Blüte, die diese Stadt einst geprägt hat.

Am Mittag geht es weiter zu einer weiteren archäologischen Fundstätte, „Khöschöö Tsaidam“, der Grabstätte des alttürkischen Generals Bilgä Chagan. Unter türkischer Leitung werden hier seit Jahren Ausgrabungen durchgeführt, und du erhältst die Gelegenheit, viele faszinierende Fundstücke aus der Zeit vor Dschingis Khan zu bestaunen. Die Artefakte erzählen von einer Ära voller Machtspiele, Eroberungen und kultureller Verbindungen, und du kannst die feinen Details in Keramik, Waffen und Schmuck bewundern, die die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen.

Gegen Abend erreichst du den Ogii Nuur, einen See von außergewöhnlicher landschaftlicher Schönheit. Nicht nur Naturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten – der See ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel und bietet spektakuläre Beobachtungsmöglichkeiten, wenn Schwärme am Himmel kreisen und das Wasser in allen Farben des Sonnenuntergangs schimmert. Hier, inmitten von stillem Wasser, endlosen Ebenen und Vogelrufen, spürst du die unbändige Freiheit und die geheimnisvolle Kraft der Mongolei – ein stiller Kontrast zu den stürmischen Zeiten der Khane, die du tagsüber erlebt hast.

Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Jurtencamp
Steppenfuchs Reisen - Ulaanbaatar Suhkbaatar Platz
Steppenfuchs Reisen - Ulaanbaatar mongolisches Parlament mit Chingges Khan Denkmal
Asphalt, Stadtluft und freie Entdeckungen
Tag: 18

Am Morgen heißt es Abschied nehmen vom stillen Ogii Nuur, dessen Weite und Vogelgesänge noch lange in dir nachklingen werden. Die Fahrt zurück nach Ulaanbaatar verläuft auf der Asphaltstraße überraschend zügig, während die Landschaft langsam dichter und städtischer wird. Nach Tagen in der unendlichen Steppe und an einsamen Seen spürst du förmlich, wie der Puls der Stadt wieder zunimmt, der Wind weht staubig durch offene Fenster, und erste Blicke auf Hochhäuser und belebte Straßen kündigen die Ankunft an.

Am frühen Nachmittag erreichst du Ulaanbaatar, beziehst dein Zimmer im Hotel und hast Zeit, dich frischzumachen und aufzutanken. Danach liegt die Stadt offen vor dir, bereit entdeckt zu werden. Es ist der Moment, Ulaanbaatar auf eigene Faust zu erkunden, zwischen modernen Boulevards, lebhaften Märkten und den kleinen Gassen, in denen sich noch Reste alter Häuser und Jurten verstecken. Jede Ecke erzählt von der Konfrontation zwischen Tradition und Moderne, von Geschäftigkeit, Lärm und der geheimnisvollen Ruhe, die hinter buddhistischen Klöstern oder versteckten Innenhöfen auf dich wartet. Ob du shoppen gehst, ein Café ausprobierst oder einfach nur durch die Straßen schlenderst – heute bist du frei, den Rhythmus der Hauptstadt ganz nach deinem Geschmack zu erleben.

Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Nein
Steppenfuchs Reisen - Flug in oder von der Mongolei
Rückflug in die Heimat
Tag: 19

Früh am Morgen, Flughafentransfer zum neuen Flughafen von Ulaanbaatar. Sie werden von unserem Fahrer ca. drei Stunden vor Abflug von Ihrer Unterkunft Abgeholt. Da die Stadt zu dieser Stunde noch schläft, geht die Fahrt zügig voran. Am Flughafen der übliche Prozedere, Einchecken und dann geht es zurück in die Heimat. Im Geiste werden beim Rückflug mit Sicherheit noch einmal die faszinierenden Moment der Reise vorbeiziehen.

Unterkunft: hoffentlich Zuhause

Frühstück:

Mittagessen:

Abendbrot:

Steppenfuchs Reisen - Ja
Steppenfuchs Reisen - Nein
Steppenfuchs Reisen - Nein

Nr.

Start

Tag

-

Ende

Tag

Flugh.

Jeder Termin ist möglich

Bemerkungen / Remark
Angegeben immer An / Ab Ulaanbaatar
*Verlängerung vor./ nach Naadam möglich
**Incl. Naadaamfestival. Leicht geänderter Reiseablauf
***Individuelle Termine auf Anfrage möglich (info@mongolei.com )
****Unsere Reisetermine sind nur Vorschläge und orientieren sich am Flugplan des MIAT. Sollten Sie einen günstigeren Flugtermin finden. Teilen Sie uns dies bitte mit, damit wir unsere Termine entsprechend anpassen können.
*****Verbindlich ist ausschließlich der Reiseablauf, den du mit deinen Buchungsunterlagen erhältst. Die auf der Website dargestellten Programme sind nicht verbindlich, da es – auch während der laufenden Saison – zu Änderungen kommen kann.
GelbNoch wenige Plätze frei
RotReise wird durchgeführt

Kategorie

2 - 3 Pes.

4 - 5 Pes.

Bahnfahrt 1. Klasse ( 2 Bettabteil)

2.730 €

2.580 €

Bahnfahrt 2. Klasse ( 4 Bettabteil)

2.810 €

2.610 €

Kategorie / Category
AIn Ulaanbaatar organisieren Sie folgende Dinge selber, Flughafen- / Bahnhofstransfer, Übernachtung und Verpflegung in Ulaanbaatar. Auf dem Land wird in Zelten* übernachtet. Zelten ist zu empfehlen zwischen Anfang Juni – Mitte September / Camping recommended between early June – mid-September
BIn Ulaanbaatar organisieren Sie Ihre Übernachtung und Verpflegung selber. Auf dem Land wird in Nomaden Jurten** bei Nomadenfamilien übernachtet.
CIn Ulaanbaatar Übernachtung in einem einfachen Guesthouse oder Hotel. Die Verpflegung in Ulaanbaatar organisieren Sie selber. Auf dem Land wird gemischt in Zelten* und Nomadenjurten** bei Nomadenfamilien übernachtet.
DIn Ulaanbaatar übernachten Sie in einem Mittelklasse Hotel, haben ein gutes Frühstück und exzellentes Mittagessen. Auf dem Land wird nur in mongolischen JUrten in Jurtencamps*** übernachtet.
Unsere Reisen sind als Gesamtpakete ("Bundles") konzipiert. Einzelne Leistungen aus diesem Gesamtangebot können in der Regel weder separat herausgenommen noch angerechnet werden. Eine Reduzierung des Reisepreises ist daher nicht automatisch möglich, wenn bestimmte Leistungen entfallen, da wir vertragliche Verpflichtungen gegenüber unseren Partnern einhalten müssen.
Indem Sie mit „Steppenfuchs Reisen“ in die Mongolei reisen, haben Sie die Versicherung, die lokale Wirtschaft in der Mongolei zu unterstützen. „Steppenfuchs Reisen“ ist ein Reiseunternehmen mit 100% Firmensitz in der Mongolei und beschäftigt ausschließlich mongolische Mitarbeiter mit sozialer- und Altersabsicherung.
*Zelten findet überwiegend im Freiem statt. Natur Toilette und Natur Waschmöglicheiten. Keine Campingplatzatmosphäre
**Gastjurten bei Nomadenfamilien, einfache sanitäre Gegebenheiten
***Jurtencamps, Zweibettjurte, separate Duschen und WC, Restaurant
****Unsere Reisetermine sind nur Vorschläge und orientieren sich am Flugplan des MIAT. Sollten Sie einen günstigeren Flugtermin finden. Teilen Sie uns dies bitte mit, damit wir unsere Termine entsprechend anpassen können.
*****Verbindlich ist ausschließlich der Reiseablauf, den du mit deinen Buchungsunterlagen erhältst. Die auf der Website dargestellten Programme sind nicht verbindlich, da es – auch während der laufenden Saison – zu Änderungen kommen kann.
Individuelle Termine ab 2 Personen möglich / Individual bookings from 2 persons possible

Druckversion / Printversion

Steppenfuchs Reisen - Englische Flagge
Travel description
1
2
3
4
Last Page
Tournummer *

Reiseanmeldung als grosses Formular https://www.mongolei.com/buchungsformular/

Reiseanmeldung als PDF Herunterladen https://www.mongolei.com/pdf_datein/steppenfuchs_reiseanmeldung.pdf

Vorname *
Nachname *
strasse *
Hausnummer *
Postleitzahl *
Ort
Telefon Festnetz
Telefon Mobil
Emailadresse *
Geburtsdatum *
Staatsbürgerschaft *
Reispassnummer *
Gültig bis: *
Fahrgemeinschaft

Notfallkontakt

Vor- Zuname
Telefon Festnetz
Emailadresse
Telefon mobil

Die Person, die Sie bei dem Notfallkontakt angegeben haben, ist darüber informiert, das Steppenfuchs Reisen Sie im Notfall informiert und die Person verfügt über die notwendigen Vollmachten, bzw. Entscheidungskompetenz

Reisedetails

Tournummer
Tourname
Beginn der Reise *
Ende der Reise *
Reisepreis
Int.Flüge
Verpflegung
Unterkunft
Sonstiges

Reise buchen

Bemerkungen, Hinweise und Wünsche

 Geschäftsbedingungen Steppenfuchs Reisen https://www.mongolei.com/geschaeftsbedingungen/

 Hinweise Einreise- und Gesundheitsbestimmungen https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/mongolei-node/mongoleisicherheit/222842

Ich habe eine Frage?

Weitere Reisen

2008 -2026 © Steppenfuchs Reisen. All rights reserved. Designed by Steppenfuchs Reisen