Tournr.413
Im Bann des mongolischen Winters
Wintermagie zwischen Eis und Feuer
Das Eisfestival am Khövsgöl-See – Schönheit, Stolz und geheime Rivalitäten
Zuerst erreichst Du den meterdick zugefrorenen Khövsgöl-See, eine schimmernde, fast unwirkliche Welt aus Eis und Licht. Unter Deinen Füßen liegt glasklares, tiefblaues Eis, über Dir ein Himmel, der näher scheint als irgendwo sonst. Nomaden aus allen Teilen der Region kommen hier zusammen, und der See verwandelt sich für wenige Tage in einen pulsierenden Treffpunkt voller Leben. Kunstvolle Eisskulpturen funkeln im Sonnenlicht, Lagerfeuer knistern, heißer Tee wandert von Hand zu Hand. Zwischen Spielen, Wettkämpfen und ausgelassener Stimmung liegt jedoch auch eine spürbare Spannung in der Luft. Alte Rivalitäten flammen auf, Blicke verraten Ehrgeiz und Stolz, manchmal auch gekränkte Eitelkeit. Das Eis ist glatt – nicht nur unter den Füßen, sondern auch im zwischenmenschlichen Gefüge. Ein falscher Schritt, ein verlorener Wettkampf, und Gespräche verstummen plötzlich. Genau diese Mischung aus Herzlichkeit und unterschwelliger Dramatik macht das Eisfestival so intensiv und authentisch.Das Rentierfestival – Nähe, Instinkt und das Gesetz des Nordens
Noch weiter im Norden, nahe der russischen Grenze, erwartet Dich das Rentierfestival – rauer, ursprünglicher und emotional noch dichter. Hier bist Du Gast in einer Welt, in der Mensch und Tier voneinander abhängen. In der klirrenden Kälte steigen Atemwolken auf, während die Rentierherden unruhig scharren und die Nomaden mit ruhiger Autorität ihre Tiere führen. Jede Bewegung sitzt, jeder Griff ist geübt, denn Fehler verzeiht diese Umgebung nicht. Du spürst die Kraft der Tiere, die Spannung vor den Wettkämpfen und die stille Konkurrenz zwischen den Familien. Hier geht es nicht nur um Tradition, sondern um Status, um Zukunft, manchmal um den Fortbestand einer ganzen Familie. Der Winter deckt alles auf – Stärke, Schwäche und verborgene Absichten. Gleichzeitig erlebst Du eine tiefe Verbundenheit, eine Nähe, die in der Wärme der Jurten, beim gemeinsamen Tee und in leisen Gesprächen entsteht.Eine Reise, die bleibt
Diese Winterreise ist mehr als ein Abenteuer. Sie ist eine Begegnung mit Extremen – mit Kälte und Wärme, mit Stille und Emotion, mit Tradition und menschlichen Abgründen. Du kehrst zurück mit Bildern, die sich eingebrannt haben: flackernde Feuer auf dem Eis, stolze Nomaden, dampfende Rentiere im Morgenlicht. Was bleibt, ist das Gefühl, Teil von etwas Echtem gewesen zu sein. Einer Welt, die nichts beschönigt und nichts versteckt. Der mongolische Winter verändert Dich – leise, nachhaltig und für lange Zeit
1. Tag - Ankunft in Ulaanbaatar
Ulan Bator - Roter Held
Tag: 13
Nach der Ankunft in Ulaanbaatar und dem Flughafengransfer geht es los, die Stadt zu erkunden. Es erwartet uns die pulsierende Hauptstadt der Mongolei – eine Mischung aus Tradition und Moderne, Vergangenheit und Zukunft. Unser erster Halt führt uns zum Gandan-Kloster, dem spirituellen Herzen der Stadt. Das größte und bedeutendste aktive Kloster des Landes strahlt eine ganz besondere Atmosphäre aus. Die Gebetsmühlen drehen sich im Rhythmus der Mönche, die im tiefen Obertongesang Mantras rezitieren. Ein Hauch von Tibet liegt in der Luft, während wir den imposanten, 26 Meter hohen, vergoldeten Buddha Megjid Nach dieser spirituellen Einstimmung geht es weiter zum neuen Dschingis-Khan-Museum, das an der Stelle des ehemaligen Nationalmuseums gegründet wurde. In diesem modernen, interaktiven Museum verschmelzen die besten Exponate aus mehreren mongolischen Museen zu einer beeindruckenden Ausstellung. Hier erwacht die Geschichte der Mongolei zum Leben: Von den uralten Khunnu bis zum mächtigen Dschingis Khan, von der glorreichen Yuan-Dynastie bis zur heutigen Zeit.
Zum krönenden Abschluss unserer Reise erwartet uns ein ganz besonderes Erlebnis: die Tumen-Ekh-Show. Im kleinen, gemütlichen Theater erleben wir eine atemberaubende Darbietung traditioneller mongolischer Musik, Tanz und Akrobatik. Die Künstler dieses preisgekrönten Ensembles bringen mit Kehlkopfgesang, Pferdekopfgeigen, farbenfrohen Trachten und anmutigen Tänzen die Seele der Mongolei auf die Bühne. Mitreißende Rhythmen und kunstvolle Bewegungen entführen uns für einen Moment in die grenzenlose Weite der Steppe und die tief verwurzelte Nomaden
Mit diesen unvergesslichen Eindrücken lassen wir unsere Mongoleireise ausklingen – voller neuer Geschichten, lebendiger Erinnerungen und einem tiefen Verständnis für dieses faszinierende Kultur
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Mittagessen:
Abendbrot:
2. Tag - Gandan Kloster und mongolische Eisenbahn
Gandan-Kloster – Glaube, Zerstörung und stille Wiedergeburt
Tag: 2
Das neue Dschingis-Khan-Museum – Macht, Mythos und Knochen der Vergangenheit
Du wechselst von Spiritualität zu Geschichte und betrittst das neue Dschingis-Khan-Museum, ein modernes Wahrzeichen an der Stelle des früheren Nationalmuseums. Hier vereinen sich Sammlungen aus mehreren Museen der Stadt zu einem Panorama aus über 6.000 Exponaten. Von den frühen Nomadenkulturen über das Weltreich Dschingis Khans bis zu spektakulären Dinosaurierfunden spannt sich der Bogen durch Zeit und Macht. Zwischen Rüstungen, Schriftstücken und Fossilien wird deutlich, wie eng in der Mongolei Natur, Gewalt und Größe miteinander verflochten sind. Dieses Museum erzählt nicht nur Geschichte – es zeigt, wie Mythen entstehen und warum sie bis heute politische Sprengkraft haben.Naran Tuul Zach – Der Diebesmarkt und das echte Leben
Dann tauchst Du ein in eine andere Welt: den berühmten Schwarzmarkt Naran Tuul Zach, von Einheimischen schlicht „Diebesmarkt“ genannt. Hier findest Du alles – wirklich alles. Lebensmittel, Elektronik, Jurtenmöbel, Sättel, Teppiche, traditionelle Kleidung aus China. Es ist laut, roh und ungefiltert. Preise werden hart verhandelt, Blicke taxieren, Hände wechseln Ware. Dieser Markt ist kein Souvenirparadies. Er ist ehrlich, manchmal ruppig und voller kleiner Risiken. Antiquitäten tauchen auf, echte Schnäppchen auch – aber Aufmerksamkeit ist Pflicht. Genau hier lernst Du, wie die Stadt wirklich funktioniert, fernab polierter Fassaden.Nachtzug nach Erdenet – Stahl, Kälte und große Träume
Am späten Nachmittag fährst Du zum Bahnhof und steigst in den Nachtzug nach Erdenet. Vor Dir liegt ein Teilstück der legendären Eisenbahnstrecke Moskau–Peking. Der Zug setzt sich ruckelnd in Bewegung, und während draußen die klirrend kalte Nacht vorbeizieht, wird es drinnen gemütlich. Gespräche verebben, das rhythmische Schaukeln übernimmt. Du lässt die Hauptstadt hinter Dir und gleitest durch die Dunkelheit des Nordens. Am nächsten Morgen erreichst Du Erdenet ausgeruht – und wirst bereits von Deinem Guide erwartet. Ein Übergang, der mehr ist als Transport: ein stilles Versprechen auf das, was jenseits der Schienen beginnt.Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.
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3. Tag - Kloster Amarbayasgalant
Aufwachen zwischen Schienen und Steppe
Tag: 3
Ankunft im Norden – Aufwachen zwischen Schienen und Steppe
Ausgeschlafen und klar im Kopf steigst Du am Morgen in Ulaanbaatar aus dem Zug und wirst bereits von Deinem Guide erwartet. Die Nacht auf den Schienen liegt hinter Dir, das gleichmäßige Ruckeln hat Platz gemacht für frische, eisklare Luft. Nach einem landestypischen Frühstück – kräftig, warm und genau richtig für diesen Teil der Welt – lässt Du die Stadt schnell hinter Dir. Vor Dir liegt der Weg nach Amarbayasgalant, hinein in eine Landschaft, die mit jedem Kilometer stiller und weiter wird.
Je weiter Ihr fahrt, desto mehr verändert sich die Stimmung. Häuser verschwinden, Geräusche werden seltener, Gespräche leiser. Es ist diese langsame Entschleunigung, die den Norden der Mongolei so besonders macht – als würdest Du Schritt für Schritt aus der Gegenwart aussteigen.
Amarbayasgalant – Stille, Macht und überlebter Glaube
Als Du das Kloster Amarbayasgalant erreichst, fällt Dir zuerst eines auf: absolute Stille. Eingebettet in ein weites, offenes Tal liegt eines der drei bedeutendsten Klöster der Mongolei – vollständig erhalten und von einer fast unwirklichen Ruhe umgeben. Zwischen 1727 und 1737 erbaut, zeugt die Anlage von einem enormen Macht- und Glaubensanspruch vergangener Zeiten. Die klaren Linien, die Symmetrie und die Farben wirken bis heute eindrucksvoll und zeitlos.
Doch auch dieser Ort hat dunkle Kapitel erlebt. Während der kommunistischen Säuberungen wurden viele der einst über 40 Tempel zerstört, Mönche vertrieben, Rituale verboten. Erst ab 1996 begann der Wiederaufbau. Heute leben hier rund 40 Mönche des Gelbmützenordens – stille Hüter eines Glaubens, der Gewalt, Verfolgung und fastes Vergessen überstanden hat. Seit 1996 gehört Amarbayasgalant zum UNESCO-Weltkulturerbe, nicht nur wegen seiner Architektur, sondern wegen seiner Geschichte des Überlebens.
Rückkehr nach Erdenet – Nachklang eines besonderen Ortes
Nach einer ausführlichen Besichtigung kehrst Du langsam zurück nach Erdenet. Die Eindrücke begleiten Dich – die Stille des Tals, die Narben der Geschichte und die Würde eines Ortes, der sich nicht hat brechen lassen. Gespräche im Fahrzeug bleiben leiser als sonst, jeder hängt seinen Gedanken nach.
In Erdenet angekommen, checkst Du in Dein Hotel ein. Ein Tag voller Geschichte, Spiritualität und leiser Dramatik klingt aus, und Du spürst, dass diese Reise längst mehr ist als nur das Abklappern von Sehenswürdigkeiten. Es sind die stillen Orte wie Amarbayasgalant, die sich festsetzen – und bleiben
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4. Tag - Fahrt nach Bulgan und Uran Togoo
Moderne Fassaden, dunkle Erinnerungen
Tag: 4
Durch den Norden nach Bulgan – Moderne Fassaden, dunkle Erinnerungen
Die Weiterfahrt führt Dich durch den nördlichen Teil der Mongolei, durch weite Landschaften, in denen sich Wälder, offene Steppe und kleine Siedlungen abwechseln. Die Straße wirkt wie eine Linie zwischen Vergangenheit und Gegenwart, und genau dieses Gefühl begleitet Dich, als Du Bulgan erreichst. Die Bezirkshauptstadt zeigt sich modern, funktional und vergleichsweise nüchtern – kein Ort, der mit spektakulären Sehenswürdigkeiten protzt, sondern einer, der vom heutigen mongolischen Alltag erzählt.
Doch hinter dieser modernen Oberfläche verbirgt sich eine Geschichte, die unter die Haut geht. Das Dashchoinkhorlon-Kloster, 1992 errichtet, steht an der Stelle des einst mächtigen Bangiin Khiiree. Hier lebten einst rund 1.000 Mönche, bevor sie 1937 verhaftet und vermutlich hingerichtet wurden – ein Verbrechen, das bis heute nachhallt. Der Neubau ist stiller Erinnerungsort und spiritueller Neuanfang zugleich. Kein Pathos, keine großen Worte, nur das Wissen, dass Glauben in der Mongolei oft mit Mut und Risiko verbunden war.
Uran Togoo – Der perfekte Vulkan inmitten der Steppe
Von Bulgan aus geht es weiter zum Uran Togoo Vulkan, der plötzlich und fast unwirklich aus der flachen Steppe aufragt. „Uran“ bedeutet im Mongolischen so viel wie „perfekt“ oder „gut“ – und selten passt ein Name so genau. Der dunkle Kegel hebt sich klar vom Umland ab, als hätte jemand ihn bewusst hier platziert, um die Monotonie der Ebene zu durchbrechen.
Ein schmaler Wanderweg führt Dich hinauf bis zum Kraterrand. Mit jedem Schritt öffnet sich der Blick, bis Du schließlich in den 600 Meter breiten und rund 50 Meter tiefen Krater hinabschaust. Hier oben weht ein anderer Wind, rau und ehrlich, und Du spürst, wie klein der Mensch in dieser Landschaft ist. Kein Zaun, keine Inszenierung – nur Natur, Stille und das leise Knistern der eigenen Gedanken. Ein Ort, der nichts erklärt und gerade deshalb so eindrucksvoll ist.
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5. Tag - Entlang des Selenge
Auf den Spuren von Wasser, Macht und Vergänglichkeit
Tag: 5
Uushigiin – Hirschsteine, Gräber und uralte Geheimnisse
Ein kurzer Ausflug führt Dich hinaus aus Morön zu den alten Gräberfeldern von Uushigiin. Hier betrittst Du einen Ort, an dem Leben, Tod und Rituale seit der Steinzeit miteinander verwoben sind. Zwischen weiten Grasflächen stehen die berühmten Hirschsteine – geheimnisvolle Monolithe, kunstvoll mit fliegenden Hirschen, Waffen und Symbolen verziert. Niemand weiß genau, welche Rituale hier vollzogen wurden, doch vieles deutet auf Macht, Opfer und eine tiefe Verbindung zwischen Mensch, Tier und Jenseits hin. Während Du zwischen den Gräbern stehst, wirkt die Landschaft still – fast unschuldig. Und doch liegt etwas Unruhiges in der Luft. Diese Steine erzählen von Kriegern, von Tod und vielleicht auch von verbotenen Leidenschaften, von Kulten und Übergangsriten, die nie für fremde Augen bestimmt waren. Uushigiin ist kein Ort für schnelle Fotos, sondern ein Platz, der Fragen stellt und Antworten schuldig bleibt – genau das macht seinen Reiz aus.Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.
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6. Tag - Durch Wälder und Berge nach Khatgal
Tor zum gefrorenen Norden
Tag: 6
Der Khuvsgul-See – Eis, Risiko und pure Freiheit
Von Khatgal aus erreichst Du den Khuvsgul-See, der sich im Winter in eine gigantische, gefrorene Ebene verwandelt. Meterdickes, glasklares Eis bedeckt den „blauen Edelstein der Mongolei“, darunter ruht eines der saubersten Süßwasserreservoirs der Erde. Der Wind fegt über die weiße Fläche, das Eis knackt und singt – ein Geräusch, das Respekt einflößt und gleichzeitig berauscht. Hier spürst Du die rohe Kraft des Winters mit jeder Faser Deines Körpers. Wenn es die Bedingungen erlauben, nehmen wir den „Short Cut“ direkt über das Eis. Eine Abkürzung, die Mut erfordert und Vertrauen schafft. Früher nutzten Händler, Grenzgänger und manchmal auch Verfolgte genau diese Route, um Zeit zu sparen oder Spuren zu verwischen. Heute ist es ein unvergessliches Erlebnis: Du gleitest über die endlose Eisfläche, umgeben von Stille und Weite, und weißt genau, dass dieser Moment nur hier, nur jetzt möglich ist. Der Khuvsgul zeigt sich Dir nicht sanft – sondern ehrlich, kompromisslos und überwältigend.Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.
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7. Tag - Vorbereitungen zum "Icefest" und Eisfischen
Der Tag vor dem Eisfest
Tag: 7
Eisfischen – Tradition, Überleben und ein Hauch Risiko
Am Nachmittag wirst Du selbst aktiv. Gemeinsam mit Einheimischen übst Du Dich im traditionellen Volkssport und wagst Dich aufs Eisfischen. Mit einfachen Werkzeugen wird ein Loch in das meterdicke Eis geschlagen, darunter dunkles, eiskaltes Wasser. Hier geht es nicht um Romantik, sondern um Können, Geduld und ein wenig Glück. Früher entschied der Fang darüber, ob eine Familie satt wurde – oder hungrig blieb. Während Du wartest, ziehen sich Gespräche über das Eis, manchmal rau, manchmal überraschend offen. Es wird gelacht, geflucht und gefachsimpelt, wer wo heimlich den besten Fangplatz kennt. Wenn Du Erfolg hast, landet Dein Fisch am Abend auf dem Teller – frischer geht es nicht. Am knisternden Feuer endet der Tag mit dem Gefühl, Teil dieses Winters geworden zu sein: ehrlich, kalt und intensiv – genau so, wie die Mongolei im Winter wirklich ist.Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.
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8. Tag - Eisfestival
Das Eis ruft – wenn der Khovsguul zum Schauplatz wird
Tag: 8
Rituale, Wettkämpfe und die dunkle Magie des Nordens
Auf dem zugefrorenen See beginnen ungewöhnliche sportliche Wettkämpfe, bei denen Kraft, Geschick und Erfahrung über Sieg oder Niederlage entscheiden. Du spürst, wie der Boden unter Deinen Füßen lebt, knackt und arbeitet, während das Leben auf dem Eis pulsiert. Dieses Fest ist kein folkloristisches Schauspiel, sondern gelebte Realität, rau und kompromisslos. Besonders intensiv wird es, wenn Schamanen ihre Rituale beginnen. Trommeln hallen über die Eisfläche, Rauch zieht in die klare Luft, und die Grenze zwischen Beobachter und Teilnehmer verschwimmt. Manche geraten in Trance, andere schauen weg – aus Respekt oder aus Furcht vor dem, was hier beschworen wird. Du bist mitten drin, Teil eines Moments, der ebenso faszinierend wie unheimlich ist, und verstehst, warum der Khovsguul-See im Winter nicht nur gefriert, sondern Geschichten sammelt, die man nicht so schnell vergisst.Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.
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9. Tag - Eisfestival und Fahrt nach Ulaanbaatar
Mitten im Herz des Eisfestivals
Tag: 9
Aufbruch in den hohen Norden
Nachdem Du die Faszination des Eises und die winterliche Intensität des Festivals in Dich aufgenommen hast, heißt es Abschied nehmen. Die Motoren starten, und langsam entfernst Du Dich von der funkelnden Eisfläche. Der Weg führt Dich weiter nach Norden, hinein in eine noch abgelegenere, rauere Welt, wo Distanzen groß und Begegnungen selten sind. Die Fahrt nach Renchinlkhümbe zieht sich, die Landschaft wird stiller und dunkler, und erst spät am Abend erreichst Du Dein Ziel. Müdigkeit mischt sich mit Vorfreude, denn Du weißt, dass Dich hier Geschichten erwarten, die nicht für jeden bestimmt sind. Renchinlkhümbe ist kein Ort für Zufälle – wer hierherkommt, sucht das Echte, fernab von Komfort und fernab von allem, was gezähmt ist.Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.
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10. Tag - Tradition und Geschick
Zwischen Schnee, Stolz und uralter Abhängigkeit
Tag: 10
Einblick in eine Welt ohne Kompromisse
Während Du Dich zwischen den Nomaden bewegst, spürst Du schnell, dass diese Kultur nichts Folkloristisches hat. Das Rentierfestival ist kein Schauspiel für Besucher, sondern gelebter Alltag, verdichtet auf wenige Tage. Die Kleidung ist festlich, aber funktional, die Gesichter wettergegerbt, die Bewegungen ruhig und selbstbewusst. Jeder Handgriff sitzt, denn Fehler können hier Konsequenzen haben – im Winter, fernab jeder Hilfe. Wenn Musik erklingt und die Gemeinschaft zusammenkommt, entsteht eine fast intime Atmosphäre. Nähe, Wärme und Zusammenhalt sind überlebenswichtig, und genau das macht diese Begegnungen so intensiv. Du erlebst eine Kultur, in der Vertrauen zählt und Respekt über allem steht, eine Welt, in der das Leben hart ist – aber ehrlich, direkt und voller stiller Stärke.Unterkunft: entsp. der von Ihnen gewählten Kategorie.
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11. Tag - Meister der Wildnis
Der zweite Tag des Rentierfestes
Tag: 11
Spannung, Geschick und Tradition – der zweite Tag des Rentierfestes
Der zweite Tag auf dem Rentierfestival beginnt mit einer atemberaubenden Demonstration von Präzision und Kontrolle. Über das weite, schneebedeckte Tal hallen die Kommandos der Nomaden, während die Rentiere Slalomläufe, Hindernisparcours und Lastentransporte meisterhaft absolvieren. Du spürst die enge Verbindung zwischen Mensch und Tier, die sich über Generationen entwickelt hat. Jeder Schritt, jedes Signal, jede Bewegung erzählt von Vertrauen, Geduld und unerschütterlicher Disziplin, die in dieser harschen Winterlandschaft überlebenswichtig ist. Die Spannung steigt mit jedem Wettkampf – ein falscher Handgriff, ein Moment Unaufmerksamkeit, und die ganze Übung kann scheitern.
Am Nachmittag erreicht die Atmosphäre ihren Höhepunkt bei der feierlichen Siegerehrung. Stolz, Anerkennung und Gemeinschaft liegen in der Luft, wenn die Gewinner geehrt und die prächtig geschmückten Rentiere noch einmal präsentiert werden. Lachen, Applaus und ehrfürchtiges Staunen mischen sich zu einem unvergesslichen Bild der nomadischen Kultur. Du bist Teil dieser intensiven Erfahrung, spürst die Energie und den Herzschlag des Festivals, bevor es zurück in die Zivilisation geht – mit Erinnerungen an eine Welt, die von Tradition, Können und kompromissloser Lebensart geprägt ist.
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12. Tag - Durch Schnee und Eis
Auf dem Weg zurück nach Ulaanbaatar
Tag: 12
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13. Tag - Zurück in der Hauptstadt
Freiheit, Kontraste und Kaschmir
Tag: 13
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Abendbrot:
14. Tag - Rückflug in die Heimat
Rückflug in die Heimat
Tag: 14
Früh am Morgen, Flughafentransfer zum neuen Flughafen von Ulaanbaatar. Sie werden von unserem Fahrer ca. drei Stunden vor Abflug von Ihrer Unterkunft Abgeholt. Da die Stadt zu dieser Stunde noch schläft, geht die Fahrt zügig voran. Am Flughafen der übliche Prozedere, Einchecken und dann geht es zurück in die Heimat. Im Geiste werden beim Rückflug mit Sicherheit noch einmal die faszinierenden Moment der Reise vorbeiziehen.
Unterkunft: hoffentlich Zuhause
Frühstück:
Mittagessen:
Abendbrot:
Landkarte
Termine
Nr.
Start
Tag
-
Ende
Tag
Jahr
01
23.02
Mo
-
08.03
So
2026
01
22.02
Mo
-
07.03
So
2027
Kurzfristige Terminänderung möglich
| Bemerkungen / Remark | |
|---|---|
| Angegeben immer An / Ab Ulaanbaatar | |
| * | Verlängerung vor./ nach Naadam möglich |
| ** | Incl. Naadaamfestival. Leicht geänderter Reiseablauf |
| *** | Individuelle Termine auf Anfrage möglich (info@mongolei.com ) |
| **** | Unsere Reisetermine sind nur Vorschläge und orientieren sich am Flugplan des MIAT. Sollten Sie einen günstigeren Flugtermin finden. Teilen Sie uns dies bitte mit, damit wir unsere Termine entsprechend anpassen können. |
| ***** | Verbindlich ist ausschließlich der Reiseablauf, den du mit deinen Buchungsunterlagen erhältst. Die auf der Website dargestellten Programme sind nicht verbindlich, da es – auch während der laufenden Saison – zu Änderungen kommen kann. |
| Gelb | Noch wenige Plätze frei |
| Rot | Reise wird durchgeführt |
Preise
Kategorie
2 - 3 Pes.
4 - 5 Pes.
ab 6 Pers.
ohne Int. Flug
2.790 €
2.560 €
2.280 €
Flug FRA - UBN
670 €
| Kategorie / Category | |
|---|---|
| A | In Ulaanbaatar organisieren Sie folgende Dinge selber, Flughafen- / Bahnhofstransfer, Übernachtung und Verpflegung in Ulaanbaatar. Auf dem Land wird in Zelten* übernachtet. Zelten ist zu empfehlen zwischen Anfang Juni – Mitte September / Camping recommended between early June – mid-September |
| B | In Ulaanbaatar organisieren Sie Ihre Übernachtung und Verpflegung selber. Auf dem Land wird in Nomaden Jurten** bei Nomadenfamilien übernachtet. |
| C | In Ulaanbaatar Übernachtung in einem einfachen Guesthouse oder Hotel. Die Verpflegung in Ulaanbaatar organisieren Sie selber. Auf dem Land wird gemischt in Zelten* und Nomadenjurten** bei Nomadenfamilien übernachtet. |
| D | In Ulaanbaatar übernachten Sie in einem Mittelklasse Hotel, haben ein gutes Frühstück und exzellentes Mittagessen. Auf dem Land wird nur in mongolischen JUrten in Jurtencamps*** übernachtet. |
| Unsere Reisen sind als Gesamtpakete ("Bundles") konzipiert. Einzelne Leistungen aus diesem Gesamtangebot können in der Regel weder separat herausgenommen noch angerechnet werden. Eine Reduzierung des Reisepreises ist daher nicht automatisch möglich, wenn bestimmte Leistungen entfallen, da wir vertragliche Verpflichtungen gegenüber unseren Partnern einhalten müssen. | |
| Indem Sie mit „Steppenfuchs Reisen“ in die Mongolei reisen, haben Sie die Versicherung, die lokale Wirtschaft in der Mongolei zu unterstützen. „Steppenfuchs Reisen“ ist ein Reiseunternehmen mit 100% Firmensitz in der Mongolei und beschäftigt ausschließlich mongolische Mitarbeiter mit sozialer- und Altersabsicherung. |
|
| * | Zelten findet überwiegend im Freiem statt. Natur Toilette und Natur Waschmöglicheiten. Keine Campingplatzatmosphäre |
| ** | Gastjurten bei Nomadenfamilien, einfache sanitäre Gegebenheiten |
| *** | Jurtencamps, Zweibettjurte, separate Duschen und WC, Restaurant |
| **** | Unsere Reisetermine sind nur Vorschläge und orientieren sich am Flugplan des MIAT. Sollten Sie einen günstigeren Flugtermin finden. Teilen Sie uns dies bitte mit, damit wir unsere Termine entsprechend anpassen können. |
| ***** | Verbindlich ist ausschließlich der Reiseablauf, den du mit deinen Buchungsunterlagen erhältst. Die auf der Website dargestellten Programme sind nicht verbindlich, da es – auch während der laufenden Saison – zu Änderungen kommen kann. |
| Individuelle Termine ab 2 Personen möglich / Individual bookings from 2 persons possible | |











