Tournr.487
Reiterstatue von Chingges Khan und Adlerjäger
Tsonjin Boldog – Chinggis Khan aus Stahl und Legende
Du verlässt die Stadt und fährst hinaus in die offene Steppe, dorthin, wo sich Geschichte und Monumentalität auf eindrucksvolle Weise verbinden. **Mitten im Nichts erhebt sich die gewaltige Chinggis-Khan-Statue von Tsonjin Boldog**, rund 40 Meter hoch und damit die höchste Reiterstatue der Erde. Schon aus der Ferne wirkt sie fast unwirklich, als hätte man einen Mythos aus Stahl in die Landschaft gesetzt. Chinggis Khan sitzt hoch zu Ross und blickt nach Osten, in Richtung seines Geburtsortes – wachsam, stolz, unerschütterlich.
Der Standort ist kein Zufall. Der Legende nach fand Chinggis Khan genau hier eine goldene Peitsche, ein Omen für Macht und Aufstieg. Rund um das Besucherzentrum stehen 36 Säulen, die die 36 Khane symbolisieren, die ihm einst untertan waren – ein stilles Denkmal für Loyalität, aber auch für Unterwerfung. Hinter der Größe verbirgt sich eine Geschichte von Eroberung, Verrat und unbändigem Ehrgeiz. Entworfen von Bildhauer D. Erdenebileg und Architekt J. Enkhjargal und 2008 errichtet, ist dieses Monument mehr als eine Sehenswürdigkeit: Es ist ein kraftvolles Statement über Macht, Mythos und die dunklen wie glorreichen Seiten der mongolischen Geschichte.
Adlerjäger – Jagd, Tradition und archaische Spannung
In der Umgebung von Ulaanbaatar begegnest Du anschließend einer der faszinierendsten Traditionen der mongolischen Nomadenkultur: der Adlerjagd. **Hier lernst Du die Berkutchi kennen**, Adlerjäger, die seit Jahrhunderten mit speziell ausgebildeten Steinadlern jagen. Wenn Du sie triffst, spürst Du sofort den Respekt zwischen Mensch und Tier – ein stilles Bündnis, das auf Vertrauen, Disziplin und Erfahrung beruht.
Die Adler werden traditionell zur Jagd auf Füchse und Hasen eingesetzt, eine Praxis, die ebenso beeindruckend wie kompromisslos ist. Diese Form der Jagd ist kein Schauspiel, sondern gelebte Realität, geprägt von Konzentration, Risiko und dem Wissen, dass ein Fehler Folgen hat. In den Erzählungen der Jäger schwingen alte Rivalitäten, verlorene Tiere und harte Entscheidungen mit – ein Hauch von archaischer Härte, der zeigt, wie eng Überleben und Tradition hier verbunden sind. Ein intensives Erlebnis, das Dir die Mongolei von ihrer rauen, ehrlichen und zutiefst authentischen Seite zeigt und diesen langen, eindrucksvollen Tag würdig abrundet.
Vormittag
Tsonjin Boldog – Begegnung mit dem Geist des Großen Khans
So früh wie möglich holt dich der Fahrer von Deiner Unterkunft ab. Schon die Fahrt hinaus aus Ulaanbaatar fühlt sich an wie ein Übergang in eine andere Zeit. Die Stadt bleibt zurück, der Horizont wird weiter, die Steppe übernimmt das Kommando. Dann taucht sie plötzlich vor Dir auf: **die gewaltige Reiterstatue des Chinggis Khan, 40 Meter hoch, aus blankem Edelstahl, mitten im Nichts errichtet**. Tsonjin Boldog ist kein Ort, den man zufällig besucht – er ist eine Bühne für Macht, Mythos und nationale Erinnerung. Der Wind pfeift hier oft schärfer als anderswo, als wolle er Dir zuflüstern, dass Geschichte nie ganz stillsteht.
Der Platz ist bewusst gewählt. Der Legende nach fand der junge Temüdschin – der spätere Chinggis Khan – genau hier eine goldene Peitsche. Ein Omen, ein Wendepunkt, vielleicht auch der Beginn eines beispiellosen Aufstiegs, der nicht nur von Ruhm, sondern auch von Blut, Verrat und erbarmungsloser Konsequenz geprägt war. Die Statue blickt nach Osten, zu seinem mutmaßlichen Geburtsort, als würde der Khan noch immer über sein Reich wachen. Die 36 Säulen rund um den Sockel stehen für die Khane, die ihm folgten – eine steinerne Machtdemonstration, die keinen Zweifel lässt, wer hier Geschichte geschrieben hat.
Im Inneren des monumentalen Sockels tauchst Du tiefer ein. Ein Museum erzählt von Nomadenleben, Eroberungen und Intrigen, von Allianzen, die ebenso schnell geschlossen wie gebrochen wurden. Es ist kein weichgezeichneter Heldenmythos, sondern eine Erinnerung daran, dass Größe oft ihren Preis hat. Mit dem Aufzug fährst Du durch das Innere des Pferdes hinauf zur Aussichtsplattform im Kopf der Statue. Von hier oben öffnet sich die endlose Steppe in alle Richtungen – ein Panorama, das begreifen lässt, warum Freiheit, Kontrolle und Gewalt in diesem Land seit jeher so eng beieinanderliegen.
Tsonjin Boldog ist mehr als ein Fotostopp. Es ist ein Ort, an dem Du spürst, wie eng Stolz, Legende und dunkle Kapitel miteinander verwoben sind. Genau diese Spannung macht den Besuch so intensiv. Du stehst dort, wo Mythos und Realität verschwimmen – und nimmst ein Bild der Mongolei mit, das weit über Postkartenromantik hinausgeht.
Unterkunft: – / –
Frühstück:
Mittagessen:
Abendbrot:
Mittag
Picknick am Tuul-Fluss – Ruhe, Weite und ein Hauch Wildnis
Zur Mittagszeit lässt Du bewusst alles hinter Dir, was nach Fahrplan und Termindruck riecht. Am Ufer des Tuul-Flusses suchst Du Dir einen stillen Platz, wo das Wasser ruhig vorbeizieht und die Steppe bis zum Horizont offenliegt. **Hier draußen diktiert nicht die Uhr den Rhythmus, sondern Wind, Licht und Landschaft.** Das Gras wiegt sich leise, Vögel ziehen ihre Kreise, und für einen Moment fühlt sich die Welt erstaunlich einfach an.
Während Du Dein Picknick genießt, erzählt der Tuul-Fluss ganz nebenbei Geschichten. Einst war er Lebensader, Grenzlinie und Zufluchtsort zugleich, Schauplatz von Nomadenlagern, heimlichen Treffen und auch manchem ungelösten Konflikt. Heute wirkt alles friedlich, fast unschuldig – doch genau diese stille Oberfläche macht den Reiz aus. Du sitzt an einem Ort, an dem Natur, Geschichte und ein Hauch ungezähmter Freiheit ineinanderfließen, und spürst, wie die Mongolei nicht laut überzeugen muss, um unter die Haut zu gehen.
Unterkunft: – / –
Frühstück:
Mittagessen:
Abendbrot:
Nachmittag
Adlerjagd – Stolz, Kraft und jahrhundertealte Rituale
Rückkehr nach Ulaanbaatar – von der Steppe zurück in die Stadt
Am späten Nachmittag lässt Du die Weite der Steppe langsam hinter Dir. Die Eindrücke wirken nach, während die Landschaft wieder dichter wird und sich die Silhouette Ulaanbaatars am Horizont abzeichnet. **Der Kontrast zwischen wilder Tradition und urbanem Alltag könnte größer kaum sein**, und genau darin liegt der Reiz dieses Tages. Zurück in der Stadt bringen wir Dich entspannt zu Deinem Hotel. Du kommst nicht nur mit Fotos zurück, sondern mit Geschichten, Bildern im Kopf und dem Gefühl, einer uralten Kultur ganz nah gekommen zu sein – roh, ehrlich und tief beeindruckend.Unterkunft: – / –
Frühstück:
Mittagessen:
Abendbrot:
Landkarte
Termine
Nr.
Start
Tag
-
Ende
Tag
Flugh.
Jeder Termin ist möglich
| Bemerkungen / Remark | |
|---|---|
| Angegeben immer An / Ab Ulaanbaatar | |
| * | Verlängerung vor./ nach Naadam möglich |
| ** | Incl. Naadaamfestival. Leicht geänderter Reiseablauf |
| *** | Individuelle Termine auf Anfrage möglich (info@mongolei.com ) |
| **** | Unsere Reisetermine sind nur Vorschläge und orientieren sich am Flugplan des MIAT. Sollten Sie einen günstigeren Flugtermin finden. Teilen Sie uns dies bitte mit, damit wir unsere Termine entsprechend anpassen können. |
| ***** | Verbindlich ist ausschließlich der Reiseablauf, den du mit deinen Buchungsunterlagen erhältst. Die auf der Website dargestellten Programme sind nicht verbindlich, da es – auch während der laufenden Saison – zu Änderungen kommen kann. |
| Gelb | Noch wenige Plätze frei |
| Rot | Reise wird durchgeführt |
Preise
Kategorie
1 Pers.
2 Pers.
3 Pers.
4 Pers.
Preis p.P.
295 €
205 €
180 €
130 €
Leistungen / Services
Abholen vom Hotel
☺
Deutsch / Englisch sprachiger Guide
☺
Eintritt in den Nationalpark
☺
Fahrzeug mit Fahrer
☺
Frühstück
--
Mittagessen
☺
Abendessen
--
2 Ltr. Trinkwasser
☺
Übernachtung in Jurten
--
Optional
Folkloreprogramm
--
Cashmere shopping
--
| Kategorie / Category | |
|---|---|
| A | In Ulaanbaatar organisieren Sie folgende Dinge selber, Flughafen- / Bahnhofstransfer, Übernachtung und Verpflegung in Ulaanbaatar. Auf dem Land wird in Zelten* übernachtet. Zelten ist zu empfehlen zwischen Anfang Juni – Mitte September / Camping recommended between early June – mid-September |
| B | In Ulaanbaatar organisieren Sie Ihre Übernachtung und Verpflegung selber. Auf dem Land wird in Nomaden Jurten** bei Nomadenfamilien übernachtet. |
| C | In Ulaanbaatar Übernachtung in einem einfachen Guesthouse oder Hotel. Die Verpflegung in Ulaanbaatar organisieren Sie selber. Auf dem Land wird gemischt in Zelten* und Nomadenjurten** bei Nomadenfamilien übernachtet. |
| D | In Ulaanbaatar übernachten Sie in einem Mittelklasse Hotel, haben ein gutes Frühstück und exzellentes Mittagessen. Auf dem Land wird nur in mongolischen JUrten in Jurtencamps*** übernachtet. |
| Unsere Reisen sind als Gesamtpakete ("Bundles") konzipiert. Einzelne Leistungen aus diesem Gesamtangebot können in der Regel weder separat herausgenommen noch angerechnet werden. Eine Reduzierung des Reisepreises ist daher nicht automatisch möglich, wenn bestimmte Leistungen entfallen, da wir vertragliche Verpflichtungen gegenüber unseren Partnern einhalten müssen. | |
| Indem Sie mit „Steppenfuchs Reisen“ in die Mongolei reisen, haben Sie die Versicherung, die lokale Wirtschaft in der Mongolei zu unterstützen. „Steppenfuchs Reisen“ ist ein Reiseunternehmen mit 100% Firmensitz in der Mongolei und beschäftigt ausschließlich mongolische Mitarbeiter mit sozialer- und Altersabsicherung. |
|
| * | Zelten findet überwiegend im Freiem statt. Natur Toilette und Natur Waschmöglicheiten. Keine Campingplatzatmosphäre |
| ** | Gastjurten bei Nomadenfamilien, einfache sanitäre Gegebenheiten |
| *** | Jurtencamps, Zweibettjurte, separate Duschen und WC, Restaurant |
| **** | Unsere Reisetermine sind nur Vorschläge und orientieren sich am Flugplan des MIAT. Sollten Sie einen günstigeren Flugtermin finden. Teilen Sie uns dies bitte mit, damit wir unsere Termine entsprechend anpassen können. |
| ***** | Verbindlich ist ausschließlich der Reiseablauf, den du mit deinen Buchungsunterlagen erhältst. Die auf der Website dargestellten Programme sind nicht verbindlich, da es – auch während der laufenden Saison – zu Änderungen kommen kann. |
| Individuelle Termine ab 2 Personen möglich / Individual bookings from 2 persons possible | |













